Widerruf Darlehen

Widerruf Darlehen

Widerruf Darlehensvertrag

Durch Widerrufsjoker 2.0 Geld zurückbekommen. So profitieren Sie vom neuen Urteil des EuGH - auch Ihr Vertrag kann betroffen sein.

Mit einem aktuellen Urteil vom höchsten europäischen Gericht können praktisch alle Darlehensverträge und Kreditverträge aus dem Zeitraum zwischen Juni 2010 und März 2016 widerrufen werden. 

Damit Ihrer Umschuldung vom Altvertrag z.B. durch eine günstige Anschlussfinanzierung nichts im Wege steht, prüfen wir hier Ihre Erfolgsaussichten.

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Update: Gerade in der Corona-Krise und nicht zuletzt in Zeiten historischer Niedrigzinsen bietet sich hier eine Möglichkeit für finanzielle Entlastung zu sorgen. z.B. bei einem Immobilardarlehen über Euro 550.000,00 macht der Unterschied der Zinsen 2012 (z.B. 2,8%)  und 2020 (z.B. 0,8%) beinahe Euro 1.000,00 Ersparnis aus. Jeden Monat. 

Welche Darlehensverträge sind betroffen?

Betroffen sind praktisch alle Darlehensverträge die zwischen Juni 2010 und März 2016 abgeschlossen wurden. Hintergrund ist, dass eine bestimmte Formulierung in den Widerrufsbelehrungen in so gut wie allen Darlehensverträgen von Banken enthalten war. Diese hat der Europäische Gerichtshof nun gekippt.

Betroffene Verträge mit Widerrufsbehrung - Der Fehler ist in allen Arten von Verträgen enthalten:

  • Immobiliardarlehensverträge (Darlehen zur Finanzierung von Haus oder Wohnung)
  • Finanzierungsverträge für PKW (KfZ-Finanzierungen, auch in den Verträgen der Banken der Autohersteller)
  • Verbraucherdarlehen für sonstige Zwecke (Darlehen, die die Bank für sonstige Anschaffungen vergeben hat)

Positive Urteile von Gerichten

EuGH, Urteil vom 26.03.2020, Aktenzeichen: C-66/19 (inkl. PDF-Download)

Europäischer Gerichtshof (EuGH) stärkt Rechte deutscher Verbraucher – Darlehen zwischen 2010 und 2016 können widerrufen werden

München, den 26.03.2020 – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte Deutscher Verbraucher beim Widerruf von Darlehen erheblich gestärkt. Wie das höchste europäische Gericht nun entschieden hat, ist die in nahezu allen Darlehensverträgen verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft.

Die Folge: Verbraucher können auch heute noch ihre Verträge widerrufen und damit schnell auf die historisch niedrigen Zinsen umschulden. So können z.B. bei Baudarlehen schnell mehrere zehntausend Euro gespart werden.

Hintergrund ist eine Formulierung in der Muster-Widerrufsbelehrung der Banken. Diese verweist für weitere Informationen zum Beginn der Widerrufsfrist einfach auf das Gesetz, genauer gesagt auf § 492 des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB. Dort, so die Richter des EuGH in ihrem Urteil wird der Verbraucher aber auch nicht fündig, wann die Frist für seinen Widerruf denn nun anlaufen würde, denn § 492 BGB verweist auf weitere Paragraphen und diese wieder in andere Gesetze und so weiter. Eine einfache und verständliche Regelung stellen diese Verweise nicht dar, so der EuGH. Damit verstoßen die Belehrungen gegen Europäisches Recht und sind unwirksam.

Für Verbraucher kann sich ein Widerruf lohnen: bei Immobilardarlehen erhalten die Verbraucher nicht nur die Möglichkeit, auf ein aktuell historisch günstiges Darlehen umzuschulden, sie erhalten darüber hinaus von der Bank auch noch die so genannten Nutzungen zurück. Iim Ergebnis also das, was die Bank in der Zwischenzeit mit den Darlehenszinsen verdient hat.

Bei einem Darlehen zur Finanzierung eines Autos könnte sich der Verbraucher mit einem Widerruf alle gezahlten Darlehensraten (inklusive einer evtl. geleisteten Anzahlung) zurückholen und müsste der Bank dafür das Auto zurückgeben. Der Verbraucher hätte das Auto damit im besten Fall über Jahre kostenfrei nutzen können und ein eventueller Wertverlust verbleibt bei der Bank. Betroffen sind vor allem Darlehen, die zwischen Juni 2010 und März 2016 abgeschlossen wurden.

Hier finden Sie die Pressemittelung Nr. 36/20 vom Gerichtshof der Europäischen Union als PDF-Download
 

Zwei Beispiele, wie sich die Fehler aus der Widerrufsbelehrung auswirken

Immobiliendarlehen aus dem 2012 - Darlehenshöhe 450.000 € - Zinssatz 2.88% p.a.

Immobiliardarlehen: Herr und Frau X haben 2012 in München eine Wohnung gekauft und hierfür ein Darlehen über Euro 450.000,00 bei ihrer Bank aufgenommen. Der Zins wurde mit damals üblichen 2,88% p.a. vereinbart. Zusätzlich wurde eine anfängliche Tilgung von 1 % p.a. im Vertrag vereinbart. Familie X zahlen monatlich Euro 1.455,00 Darlehensrate seit November 2012. Der noch offene Darlehensbetrag im März 2020 liegt bei Euro 413.305,00

Mit dem Widerruf hat Familie X nun zum einen die Möglichkeit, auf die historisch niedrigen Zinsen umzuschulden, nehmen wir an, Familie X erhält einen Zinssatz von 0,8 % p.a. Damit reduziert sich der monatliche Zins von Euro 992,00 auf Euro 275,53. Bei ungefähr gleicher Tilgung würde Familie X mit einem neuen Darlehen also statt Euro 1.455,00 nur noch Euro 735,00 im Monat zahlen. Jedes Jahr spart Familie X damit schon einmal über Euro 8.600,00.

Dazu kommt die Wirkung des Widerrufs, dass die Bank die so genannten Nutzungen an Familie X zahlen muss. Das ist der Betrag, den die Bank mit den bisherigen Zinszahlungen von Familie X erwirtschaften konnte (etwa durch Wiederanlage, Ausgabe als weitere Darlehen usw). Sogar wenn man hier nur einen sehr niedrigen Ertrag der Banken von 1,5% p.a. annimmt, wären das im Fall von Familie X über Euro 5.000,00 die sie zusätzlich fordern kann.

Autodarlehen / KFZ-Finanzierung

Herr Y hat im Jahr 2015 ein gebrauchtes Auto eines deutschen Herstellers für Euro 40.000,00 gekauft und sich damit einen lang ersehnten Traum erfüllt. Das Auto hat er bei der vom Autohaus vermittelten Bank mit einem Darlehen finanziert. Vereinbart war ein Zins von 1,97 % Euro und eine monatliche Rate von Euro 379,00. Euro 2.000,00 hatte Herr Y aus eigener Tasche als Anzahlung bezahlt. Seit August 2015 zahlt Herr Y die Raten. Sein Wagen (ein Diesel) hat u.a. durch die Diesel-Affäre und einige gefahrene Kilometer einen erheblichen Wertverlust erlitten und ist im Moment auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch rund Euro 8.000,00 wert. Vom Darlehen sind im März 2020 noch Euro 23.350,00 offen. 

Mit dem Widerruf kommt Herr Y nun glücklich aus der Finanzierung heraus. Er muss zwar sein Auto an die Bank zurückgeben, muss aber auch keine Monatsrate und erst recht keine Schlussrate mehr bezahlen. Außerdem bekommt Herr Y alle geleisteten Zahlungen und die Nutzungen (wie im Beispiel oben) von der Bank zurück. Herr Y erhält nach Widerruf und Rückgabe des Autos also Euro 21.224,00 an Zahlungen erstattet und dazu Euro 2.781,08 Nutzungen, also in Summe Euro 24.005,00. Sogar wenn er sich auf dem Gebrauchtmarkt ein vergleichbares Auto für Euro 8.000,00 kaufen würde, bleibt immer noch ein ordentliches Polster von Euro 16.000,00 für Herrn Y.
 

Wann greift die Rechtsschutzversicherung?

Viele vor allem ältere Rechtsschutzversicherungen übernehmen die Kosten eines Vorgehens aus dem Widerruf, wenn sich die Gegenseite weigert, Ihre Rechte anzuerkennen.

Erfahrene Anwälte für Ihren erfolgreichen Widerruf

Die Anwälte der KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH sind seit 2011 mit der Thematik Widerruf von Darlehensverträgen befasst und haben inzwischen weit über 2.000 Verbraucher beim Widerruf ihrer Darlehen begleitet. Sprechen Sie uns bei Bedarf gerne an.

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