Windreich AG jetzt Windreich gmbh Staatsanwaltschaft ermittelt

Windreich GmbH
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Windreich GmbH

“Windige Versprechen”? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Windreich GmbH

München, den 17.04.2013 - Eine saubere Sache sollte es sein, ein Investment für das “grüne Gewissen”. Doch ob es ein gutes Ende für die Anleger der so genannten Mittelstandsanleihen der Windreich GmbH gibt, ist unsicher. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen des Verdachtes auf Bilanzmanipulation, Kapitalanlagebetrug, Marktpreismanipulation und Kreditbetrug.

Bereits im März berichtete das Handelsblatt über das eingeleitete Ermittlungsverfahren der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen das mittelständische Unternehmen Windreich. In das baden-württembergische Unternehmen investierten viele Kleinanleger in sicher und risikofrei geglaubte Mittelstandsanleihen. Das Geschäftsmodell der Windreich schien zu überzeugen. Mit gleich mit zwei Anleihen (50 Millionen Euro /Laufzeit bis 2015 / WKN: A1CRMQ + 75 Millionen Euro / Laufzeit bis 2016 / WKN: A1H3V3) ist Windreich am Markt vertreten. Das Vertrauen der Anleger wurde durch scheinbar solide Zahlen und durch Prominenz, wie den ehemaligen baden-württembergischen Wirtschaftsminister Walter Döring oder der TV-Moderatorin Sabine Christiansen, geweckt, die Werbung für die Investition in das Unternehmen machten.

Windreich - Vermutete Insolvenzverschleppung:

Seit 2011 hat das Unternehmen nach Informationen des Handelsblattes Verbindlichkeiten von über 300 Millionen Euro zu bedienen. Hier könnten Probleme die Schulden planmäßig abzutragen entstehen, wenn die Windparks und weiteren Projekte nicht schnell genug verkauft werden können.

Um die Lage aber nicht kollabieren zu lassen, griff der Windreich Geschäftsführer nach Medienberichten zu einem Trick, der ihm nun zum Verhängnis werden könnte: Die Bilanzen wurden wohl durch „interne“ Geschäfte aufgewertet. So kauften nahe stehende Unternehmen, die ebenfalls dem Geschäftsführer gehören, u.a. Windparks ab. Von den umgesetzten Euro 121 Mio. aus dem Jahr 2011 stammen wohl Euro 73 Mio. aus diesen Geschäften mit verbundenen Unternehmen. So weit so gut.

Das Problem an diesem System ist jedoch, dass die Gelder zu einem großen Teil nie bezahlt wurden und somit, laut einem Geschäftsbericht, drei der Firmen, die die Käufe tätigten, entsprechende Schulden aufweisen.  Der Verdacht der Staatsanwalt gehe nun dahin, dass die Objekte neben diesen “Ringgeschäften” unter dem marktüblichen Preis verkauft wurden. Daher ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzverschleppung, Bilanzmanipulation, Kapitalanlagebetrugs, Marktpreismanipulation sowie Kreditbetrugs. Bisher streitet Windreich mit dem Geschäftsführer Willi Balz diese Vorwürfe ab.

Betroffene Windreich Anleger sollten Ihre möglichen Ansprüche von einem spezialisierten Anwalt prüfen lassen. Besonders interessant: nach aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes können Prominente, die für eine Anlage Werbung machen unter bestimmten Umständen für die den Anlegern hieraus entstandenen Schäden belangt werden.



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