Fremdwährungskredite Ausstieg? “Widerrufsjoker” und EuGH

Fremdwährungskredite Ausstieg? “Widerrufsjoker” und EuGH

Ausstieg aus Fremdwährungskrediten - “Widerrufsjoker” und EuGH machen Anlegern das Leben ein wenig leichter

Unter dem Titel "Verzockt mit dem Franken" berichtet die Süddeutsche Zeitung aktuell über Anleger, die auf Anraten ihrer Banken Kredite oder Darlehen nicht in der eigenen Euro Währung aufgenommen, sondern so genannte Fremdwährungs-kredite, bevorzugt in Schweizer Franken (CHF-Kredite) oder Japanischen Yen (JPY-Kredite), aufgenommen haben. Bei derartigen Krediten stehen Kreditnehmer nun häufig vor einem weit höheren Schuldenberg als anfänglich vermutet. Für viele Kredit- bzw. Darlehensnehmer ist es sogar Existenz bedrohend.

Hier kann der Weg über den Widerruf des Kredits / Darlehens oder das Berufen auf aktuelle europäische Rechtsprechung helfen, die Verbindlichkeiten deutlich zu vermindern. 

Für viele Fremdwährungs-Anleger klang es damals sehr vielversprechend

Der Plan: Die Zinsen dieser Kredite waren im Vergleich oft viel günstiger, eigentlich traumhafte Bedingungen. Zudem wäre hinzugekommen, dass bei Wertverlust der fremden Währung im Vergleich zum Euro, am Ende der Laufzeit ein deutlich geringerer Betrag in Euro aufgebracht werden müsste, als bei einemKredit in Euro.

Doch die Entwicklung gerade des so beliebten Schweizer Franken (CHF) hat sich für die Anleger inzwischen zum Alptraum entwickelt. Der Schweizer Franken (CHF) ist im Vergleich zum Euro immer teurer geworden und so muss nun ein sehr viel höherer Euro-Betrag gezahlt werden, um den Kredit oder auch nur die regelmäßigen Zinszahlungen zu tilgen. Hinzu kommt noch die Aufhebung des Mindestkurses des Schweizer Franken durch die Schweizer Notenbank.

Die Süddeutsche wagt eine Prognose und spricht von einem möglichen Schaden in Miliardenhöhe für deutsche Anleger. Gut 7,1 Mrd. Euro sollen nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung in derartigen Fremdwährungsdarlehen/ Fremdwährungskrediten ausgegeben worden sein.

Fremdwährungskreditlast reduzieren?

Doch mit geschicktem rechtlichen Vorgehen können Fremdwährungskredit- oder Darlehensnehmer ihre Kreditlast wieder reduzieren, wenn die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. KAP Rechtsanwälte bearbeiten schon seit Jahren immer wieder Fälle, die einen Bezug zu solchen Fremdwährungsdarlehen haben. Neben der von der Süddeutschen genannten DZ-Bank haben vor allem Landesbanken wie z.B. die Bayerische Landesbank derartige Fremdwährungskredite ausgegeben und auch einige österreichische Banken haben deutsche Kunden reihenweise zu solchen Krediten bzw. Darlehen gebracht. Nach unserer Erfahrung sind jedoch in vielen Darlehens- oder Kreditverträgen die Widerrufsbelehrungen fehlerhaft erteilt worden. Die Folge: Auch heute kann der Kredit oder das Darlehen dann noch widerrufen werden. Die Rechtsfolge ist unterschiedlich, je nachdem was finanziert wurde.

Auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in dieser Konstellation schon ein Urteil zu Gunsten der Kunden gesprochen: Wenn die Bank im Vertrag nicht ordentlich über das Risiko des Darlehens bzw. des Kredits in fremder Währung aufgeklärt hat, muss die Bank das komplette Darlehen als Euro-Darlehen neu berechnen, der Kunde muss das Darlehen oder Kredit dann auch lediglich wie ein Euro-Darlehen zurückzahlen, das Währungsrisiko trifft bei beiden Ansätzen die Bank. Dies kann auch für institutionelle Anleger interessant sein. Vor allem, nachdem viele Kommunen Darlehen in Schweizer Franken aufgenommen haben. Dies sogar in Österreich und der Schweiz, wie etwa die TAZ aktuell berichtet

Damit kann das von der Süddeutschen beschworene "Desaster für Häuslebauer" in vielen Fällen zum Desaster für die Banken werden. Ob auch Ihr Kreditfall betroffen ist, prüfen wir gerne im Rahmen einer Erstberatung zum Pauschalpreis.



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