Eröffnung Insolvenzverfahren über Vermögen der WGF AG – was Anleger jetzt wissen müssen

Eröffnung Insolvenzverfahren über Vermögen der WGF AG – was Anleger jetzt wissen müssen

Amtsgericht Düsseldorf eröffnet Insolvenzverfahren über Vermögen der WGF AG – was Anleger jetzt wissen müssen

München, den 06.03.2013 – nun ist es offiziell: Das Amtsgericht Düsseldorf hat am 01.03.2013 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der WGF Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung AG eröffnet (Az: 504 IN 269/12). Ein Ereignis, dass nach der Stellung des Insolvenzantrages durch die WGF AG im Dezember letzten Jahres zu erwarten war.

Doch was bedeutet diese Eröffnung für die Anleger der WGF AG und wie geht es in diesem Verfahren weiter?

Nachdem sich viele Anleger im Rahmen sog. „Schuldverschreibungen“ (Hypothekenanleihen und Genussrechte) an der WGF AG beteiligt haben, findet für diese Anleger das Schuldverschreibungsgesetz Anwendung. Dieses sieht vor, dass bei der Eröffnung des Insolvenz-Verfahrens bei einem Emittenten derartiger Schuldverschreibungen eine sog. „Gläubigerversammlung“ einberufen werden muss. Mit Mitteilung des Insolvenzgerichts vom 01.03.2013 wurde diese auf den 22.05.2013, 10:00 Uhr, gelegt. In dieser Gläubigerversammlung werden die Gläubiger der Schuldverschreibungen nicht nur über den momentanen Stand des Insolvenzverfahrens informiert, sondern können nach den Vorschriften des Schuldverschreibungsgesetzes auch über die Wahl eines sog. „gemeinsamen Vertreters“ abstimmen, der im weiteren Insolvenzverfahren die Ansprüche der Gläubiger vertritt.

Weiter wurde der 22.05.2013 als „Termin zur Erörterung des Insolvenz-Plans und des Stimmrechts der Gläubiger, sowie zur Abstimmung im Insolvenz-Plan“ auf Mittwoch, den 22.05.2013 um 10:00 Uhr bestimmt. Da offensichtlich mit großem Andrang gerechnet wird, findet der Termin im Congress Center Düsseldorf statt.

Gemeinsamer Vertreter

Der gemeinsame Vertreter hat grundsätzlich die Aufgabe die Interessen aller Gläubiger im Insolvenzverfahren zu vertreten und diese gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend zu machen. Ob und in welchem Umfang ein gemeinsamer Vertreter für die Gläubiger der Anleihen gewählt wird, hängt vom Abstimmungsergebnis in einem solchen Verfahren ab. Problematisch hierbei ist jedoch, dass Anleger – sollten sie mit der Arbeit des gemeinsamen Vertreters nicht zufrieden sein – nach dessen Wahl keinerlei Möglichkeit mehr haben, ihre Ansprüche im Insolvenzverfahren selbstständig durchzusetzen, da sie diesem gemeinsamen Vertreter „auf Gedeih und Verderb“ ausgeliefert sind. Wir stehen daher der Bestellung eines gemeinsamen Vertreters durchaus kritisch gegenüber, und sind der Auffassung, dass wenn schon ein solcher gemeinsamer Vertreter bestellt werden sollte, dieser dringend Erfahrung in der Vertretung von Anlegern haben muss, um die Interessen der Anleihegläubiger entsprechend wahrnehmen und durchsetzen zu können. Da in der Gläubigerversammlung Beschlüsse mit den anwesenden und abgegebenen Stimmen gefasst werden, ist es für Anleger wichtig entweder selbst auf der Gläubigerversammlung zu erscheinen und die Stimmen abzugeben oder einen instruierten und erfahrenen Vertreter zu beauftragen, um ihre Stimmrechte auf der Gläubigerversammlung wahrzunehmen.

KAP Rechtsanwälte werden für Ihre Mandanten nicht nur das WGF AG Insolvenzverfahren im Blick behalten und die Interessen ihrer Mandanten auf der Gläubigerversammlung vertreten, sondern auch außerhalb des Insolvenzverfahrens Ansprüche Ihrer Mandanten gegen weitere Beteiligte wie Hintermänner und sonstige Verantwortliche zu prüfen und ggf. geltend zu machen.

Weiter zur Übersicht: WGF AG



Anfrage

Ich brauche Ihre Unterstützung. Bitte kontaktieren Sie mich ohne Anfall von Kosten.
Eröffnung Insolvenzverfahren über Vermögen der WGF AG – was Anleger jetzt wissen müssen.


War diese Seite für Sie hilfreich?
 
 
 
 
 
 
 
0 Bewertungen 0% 1 5 0  
Schnellanfrage