US-Klage gegen VW - Amerika vs. Volkswagen - was die Klage für Aktionäre bedeutet

US-Klage gegen VW - Amerika vs. Volkswagen - was die Klage für Aktionäre bedeutet

USA Klage gegen VW - Amerika vs. Volkswagen - was die Klage für Aktionäre bedeutet

München, den 05.01.2016 - Es ist wohl das Schlimmste, von dem Volkswagen seit Beginn der Abgasaffäre ausgehen musste, eingetreten: der amerikanische Staat hat Klage gegen den Konzern eingereicht. Doch was bedeutet das für die Aktionäre des Volkswagen-Konzerns? Die auf Bank und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei KAP Rechtsanwälte aus München klärt auf: 

Ermittlungen, Verbote und letzten Endes sogar Klagen der amerikanischen Regierung sind das, was Volkswagen selbstverständlich seit Beginn der Manipulation von Dieselfahrzeugen befürchten musste. Es wäre schlicht unrealistisch gewesen, davon auszugehen, dass gerade in einem Land wie Amerika derartige Manipulationen ohne Klagen ausgehen. Und schlimmer noch: solche Klagen führen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten in aller Regel zu horrenden Schadensersatzsummen, von Milliardenforderungen ist in den Medien schon die Rede. Dass sich ein solches Verfahren schließlich auch auf den Aktienkurs und damit das Vermögen sämtlicher Aktionäre massiv auswirken wird, musste aus unserer Sicht für den Wolfsburger Konzern von Anfang an klar sein. 

Umso mehr gilt, dass Volkswagen seine Anleger vor diesem Szenario zu unterschiedlichen Zeiten hätte warnen müssen. Nicht nur bei Beginn der Manipulation, sondern auch im späteren Verlauf, etwa als dem VW-Konzern die Ermittlungen der amerikanischen Behörden bekannt wurden. Nach unserem Informationen war dies lange bekannt, bevor die Öffentlichkeit davon erfuhr. 

Nach dem Gesetz hat eine Aktiengesellschaft, die derartige Kenntnisse nicht weitergibt, die Anleger für entstandene Verluste zu entschädigen bzw. die Aktionäre so zu stellen als hätten sie die Aktien nie gekauft (so auch der Bundesgerichtshof im Urteil BGH XI ZR 51/10). 

Anleger, die sich mit diesem Verhalten nicht abfinden und ihre Ansprüche geltend machen möchten, können dies in gebündelter Form mit einem so genannten Kapitalanleger-Musterverfahren (sog. KapMuG - Verfahren) tun. KAP Rechtsanwälte haben für Ihre Mandanten schon diverse Klagen gegen die Volkswagen AG eingereicht und rechnen in Kürze mit der Eröffnung entsprechender Musterverfahren.



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