Urteil LG Landshut: Treuhandgesellschaft der V+ Fonds haftet für fehlerhafte Beratung

Urteil LG Landshut: Treuhandgesellschaft der V+ Fonds haftet für fehlerhafte Beratung

Urteil LG Landshut: Treuhandgesellschaft der V+-Fonds haftet für fehlerhafte Beratung

München, 11.12.2017; Das Landgericht Landshut hat mit dem von der KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH eingelegten Klage durch Urteil vom 10.11.2017 (noch nicht rechtskräftig)  der Klage eines Anlegers der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG stattgegeben und die Treuhänderin V+ Treuhandgesellschaft mbH (kurz auch Vplus Treuhandgesellschaft) zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Nach dem Urteil ist dem Anleger seine bisherigen Einzahlungen zugesprochen worden, sowie festgestellt, dass dem Kläger von möglichen weiteren noch folgenden Schäden freigestellt werden muss.

Der Kläger hatte sich bereits im Juni 2008 treuhänderisch an der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG beteiligt. Vor der Zeichnung war dem Kläger im Beratungsgespräch zugesichert worden, er würde regelmäßige Ausschüttungen erhalten und könnte die Beteiligung jederzeit wieder veräußern, um flexibel an sein Geld zu kommen. Eine Aufklärung über die sehr hohen Risiken erfolgten nicht. Im Verfahren begehrte der Kläger den Ersatz des ihm aus der Zeichnung entstandenen Schadens und bekam Recht.

Die Treuhänderin Vplus Treuhandgesellschaft ist als Gründungsgesellschafterin verpflichtet, künftige Anleger über die wesentlichen Chancen und Risiken des Objekts aufzuklären. Übernimmt sie diese Aufgabe nicht selbst, sondern bedient sich dafür eines externen Vermittlers, muss sie auch für dessen Falschangaben und Beratungsfehler (Falschberatung) einstehen. Ein solcher Beratungsfehler liegt hier schon in der Empfehlung, man könne den V+-Fonds jederzeit kündigen. Aus der Urteilsbegründung einer Parallelklage geht zudem hervor, dass nach Auffassung des zuständigen LG Landshut es sich bei den V+-Fonds um eine risikoreiche Anlage handelt, die für den durchschnittlichen Anleger nicht geeignet ist – und dementsprechend nicht als sichere Anlage empfohlen werden darf.

Ansprüche gegen V+ Fonds prüfen lassen

Das Urteil des Landgerichts Landshut macht vielen Anlegern der V+-Fonds Mut. So kann ein Vorgehen gegen die Treuhänderin für die Anleger vor allem aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll sein, da hinter der Treuhandgesellschaft grundsätzlich auch eine Haftpflichtversicherung stehen muss. Da der Geschäftsführer und Vertreter der V+ Treuhandgesellschaft mbH zwischenzeitlich verstorben ist, steht jedoch zu befürchten, dass die Gesellschaft in absehbarer Zeit beendet wird und dann keine Ansprüche mehr gegen die Treuhänderin geltend gemacht werden können. Anleger der V+ Fonds sollten daher schnell handeln und ihre Ansprüche prüfen lassen.



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