Erste Gläubigerversammlung der Solarworld ohne Ergebnis

Erste Gläubigerversammlung der Solarworld ohne Ergebnis

Erste Gläubigerversammlung der SolarWorld AG - ohne Ergebnis

München, den 23.05.2013 – Sie war extrem kurzfristig einberufen worden, noch dazu zu einem Datum mitten in den Pfingstferien. Doch mit so geringer Beteiligung an ihrer gestrigen Gläubigerversammlung hatten wohl auch die Verantwortlichen der Solarworld AG nicht gerechnet. Angeregt wurde die Gläubigerversammlung von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (kurz SdK) die auf der Gläubigerversammlung die Wahl eines - von ihr auch vorgeschlagenen - so genannten gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger beschließen lassen wollte.

Doch die Gläubiger die die Schuldverschreibung WKN A1H3W6 gezeichnet hatten, zeigten der Solarworld, der SdK und dem gemeinsamen Vertreter die kalte Schulter: Anstatt der erforderlichen 50 Prozent der Anleihegläubiger kamen nach Feststellungen eines Unternehmenssprechers der Solarworld gerade einmal 4,62 Prozent.Die Versammlung war damit nicht beschlussfähig.

Chance für Solarworld  Anleihegläubiger?

Allerdings sollten sich Anleger nicht auf diesem Ergebnis ausruhen, denn eine 2. Gläubigerversammlung wird unabhängig von der Zahl der erschienenen Anleger beschlussfähig sein. Dies ist aus unserer Sicht eine Chance für die Anleihegläubiger, die diese wahrnehmen sollten. dies sehen wohl auch die Aktionäre der Solarworld AG. Nach dem Scheitern der Wahl des gemeinsamen Vertreters ist die Aktie der Solarworld AG in die Höhe geschnallt. Eine Wahl des gemeinsamen Vertreters kann aber noch in der 2. Gläubigerversammlung erfolgen.

Damit sollten sich Anleger nun rasch vor der nächsten Gläubigerversammlung informieren und entscheiden, wie sie weiter vorgehen wollen und eventuell schnell Schritte einleiten. Sowohl die Wahl eines gemeinsamen Vertreters als auch die von der Solarworld angepeilte Abstimmung über einen so genannten Schuldenschnitt könnten die Rechte der Anleger empfindlich beeinträchtigen. So lange derartige Beschlüsse jedoch noch nicht gefasst sind, bestehen noch die ursprünglichen Rechte weiter und Anleger haben grundsätzlich noch ein Anrecht auf die Rückzahlung des vollen Nominalbetrages der Anleihen – wenn die Rechte rechtzeitig geltend gemacht werden.

Auch sollten Anleger die Einberufung der 2. Gläubigerversammlung gut im Blick behalten und bei dieser ihre Stimmrechte ausüben. Die geringe Beteiligung an der ersten Gläubigerversammlung hat gezeigt, dass auch „kleinere“ Stimmrechte offensichtlich großes Gewicht haben können. Nur mit der Ausübung ihrer Stimmrechte können Anleger sicher stellen, dass ihre Interessen auch gewahrt werden. 

KAP Rechtsanwälte vertreten die Interessen ihrer Mandanten in Gläubigerversammlungen und im gesamten Restrukturierungsprozeß der SolarWorld AG und beraten bezüglich der darüber hinaus gehenden Möglichkeiten der Schadloshaltung.



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Erste Gläubigerversammlung der Solarworld ohne Ergebnis.


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