Solar Millennium Invest AG

Solar Millennium AG
Ermittlungen US-Strafbehörden gegen Vorstände und Aufsichtsräte als neue Chance?

Solar Millennium – Ermittlungen der amerikanischen Strafbehörden gegen die Vorstände und Aufsichtsräte als neue Chance?

München, 20.10.2014; Die seit 2012 in Insolvenz befindliche Solar Millennium AG hatte sich auf die weltweite Projektierung von Solarkraftwerken spezialisiert. In diesem Zusammenhang hatte die Solar Millennium AG zur Finanzierung von zwei Projekten die geschlossenen Fonds Andasol Fonds GmbH & Co. KG und die Ibersol Fonds GmbH & Co aufgelegt. Mit Beschluss vom 28.02.2012 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Solar Millennium AG eröffnet. Im August 2013 berichtete das Insolvenzgericht Fürth, dass ca. 16.000 Anleiheforderungen vorhanden sind.

Solar Millennium Invest AG in der Insolvenz

Mit Beschluss vom 25.09.2014 des Amtsgerichts Fürth befindet sich auch die Solar Millennium Invest AG in der Insolvenz. Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Peter Engelmann.  Die Solar Millennium Invest AG wurde 2010 gegründet, um den Vertrieb der Inhaber-Schuldverschreibungen der Solar Millennium AG zu übernehmen. Gegenstand des Unternehmens waren die Erbringung von Finanzdienstleistungen und die Vermittlung des Erwerbs von Kapitalanlagen im Bereich der regenerativen Energie mit dem Schwerpunkt Solarenergie.

Anleger werden in den nächsten Tagen vom Insolvenzverwalter Engelmann aufgefordert werden, Ihre Ansprüche aus der Beteiligung an der Solar Millennium Invest AG zur Insolvenztabelle anzumelden. Eine solche Anmeldung ist nach unserer Einschätzung zwar ratsam, muss jedoch umfangreich begründet werden, um von der Solar Millennium Invest AG zumindest einen, wohl geringen, Teil des entstandenen Schadens ersetzt zu erhalten. Die Solar Millennium Invest AG als Vertriebsunternehmen und zwei Vorstandsmitglieder der Solar Millennium AG wurden zunächst vom Landgericht Nürnberg Fürth zum Schadensersatz verurteilt. Das OLG  Nürnberg hat diese Rechtauffassung bislang nicht bestätigt.

Da die Insolvenzverfahren gegen die Solar Millennium AG und die Solar Millennium Invest AG nur zur Erstattung eines Teil des Schadens für den Anleger führen wird, bleibt nach wie vor für Anleger maßgeblich, wie sie neben den Insolvenzverfahren eine Erstattung ihres investierten Betrages erlangen können. Insbesondere Schadensersatzansprüche gegen Hintermänner sind nach dem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 20.10.2014 wieder greifbar.

Ermittlungsverfahren gegen die Vorstände der Solar Millennium AG

Wir hatten bereits berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen die Vorstände und Aufsichtsräte der Solar Millennium AG wegen des Verdachts des Betruges ermittelt. Nun berichtet die Süddeutsche Zeitung im Artikel vom 20.10.2014 auch über Ermittlungsverfahren der US-amerikanischen Strafbehörden gegen die Hintermänner der Solar Millennium AG.

Möglichkeiten der Anleger

Ziel muss es nach unserer Ansicht sein, die Ansprüche der geschädigten Anleger und Aktionäre nicht nur auf die insolvente Solar Millennium AG bzw. Solar Millennium Invest AG zu konzentrieren, sondern weitere Verantwortliche des Konstrukts Solar Millennium zur Haftung heranzuziehen.  Geschädigte Anleger sollten sich hierüber gezielt von einem darauf spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen. Gern stehen wir für Rückfragen zur Verfügung.



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