S&K Prozess S und K Gruppe Insolvenzverwalter fordert Rückzahlung

S & K Rückzahlung? S&K Prozess

Erneut schlechte Nachrichten für S&K Anleger – Insolvenzverwalter fordert Ausschüttungen zurück

München, den 10.11.2016 - In diesen Tagen erhalten Anleger der S & K Gruppe unangenehme Post: Nachdem sich viele Anleger der S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG schon mit einem Totalverlust abgefunden haben, meldet sich nun der Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Dr. Ahrendt und bittet die Anleger erneut zur Kasse: sie sollen dem insolventen Fonds die erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen. Wie sich Anleger gegen die Rückzahlung wehren können und warum die Zeit hierzu langsam knapp wird, erläutert die auf die Vertretung geschädigter Anleger spezialisierte KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH:

Hintergrund: die S&K Gruppe

Die von Jonas Köller und Stefan Schäfer im Rahmen ihrer " S&K Gruppe " aufgelegten Fonds waren nach heutigen Erkenntnissen von Anfang an zum Scheitern verurteilt; das Konzept der Fonds war durch und durch unplausibel. Eine ordnungsgemäße Aufklärung der Anleger erfolgte meist weder durch die Prospekte, noch durch die Vermittler. Zu allem Überfluss legen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch noch nahe, dass die Initiatoren Jonas Schäfer und Stefan Köller die Gelder auch noch munter zwischen den Fonds verschoben haben, was deren Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg gänzlich zunichte gemacht haben dürfte. Auch die Werthaltigkeit der von der „ S&K-Gruppe “  gehaltenen Immobilien war offensichtlich nicht im Ansatz so gut wie versprochen. Die Investitionen entwickelten sich für die Anleger zum wirtschaftlichen Desaster, während die Initiatoren rauschende Partys feierten.

Im Jahre 2013 wurde es erstmals heikel für die Verantwortlichen der S&K-Gruppe: Im Frühjahr 2013 begannen die ersten Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Zusammenhang mit der S&K Gruppe. Im Zuge der Ermittlungen zeigte sich dabei ein immer enger werdendes Geflecht von Firmen, die entweder direkt mit der S&K-Gruppe in Verbindung standen oder indirekt wirtschaftlich mit dieser verflochten sind (wir berichteten).
In der Anklageschrift aus Januar 2015 war die Staatsanwaltschaft den Verantwortlichen nicht nur Betrug, sondern gar schweren banden- und gewerbsmäßigen Betrug sowie die Beihilfe zum schweren banden- und gewerbsmäßigen Betrug in mehreren Fällen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sah es dabei als hinreichend erwiesen an, dass die Verantwortlichen der S&K-Gruppe zu Lasten der Anleger ein Schneeballsystem betrieben und die eingenommenen Gelder „zum größten Teil für ihren aufwändigen Lebensstil“ und zur Aufrechterhaltung des Schneeballsystems verbrauchten. Der Strafprozess gegen die Verantwortlichen der S&K-Gruppe dauert an.

S&K Rückzahlung? | Schreiben vom Insolvenzverwalter

Insbesondere die Anleger des von der United Investors, einem Hamburger Emissionshaus, herausgegebenem Fonds S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG  wird es nun doppelt ungemütlich: der Insolvenzverwalter des Fonds verlangt die bereits an die Anleger gezahlten Ausschüttungen zurück und droht damit, dass bereits eine Kanzlei mit der Rückholung der Ausschüttungen beauftragt worden sei.

Doch nach unserer Ansicht können sich die Anleger gegen diese Rückforderung zur Wehr setzen.  In ähnlich gelagerten Fällen hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 12.03.2013 (Az II ZR 73/11) bereits bestätigt, dass eine Rückforderung von so genannten gewinnunabhängigen Ausschüttungen aufgrund einer „Darlehensklausel“ im Gesellschaftsvertrag durch den Fonds nicht erfolgen darf. Auch wenn der Insolvenzverwalter diese Forderungen stellt, sind einige Voraussetzungen einzuhalten, bevor die Rückforderung bezahlt werden muss.

Bei weiteren Möglichkeiten drängt die Zeit-Verjährung droht

Daneben haben die Anleger oft auch die Möglichkeit, weitergehende Schadensersatzansprüche geltend zu machen und so zu versuchen, den entstandenen Schaden ersetzt zu bekommen. Diese Ansprüche richten sich sowohl gegen die Hauptverantwortlichen Schäfer und Köller als auch gegen die Vermittler, die den Anlegern die S&K-Produkte oft unter falschen Vorzeichen verkauft haben.

Der Vermittler muss einen empfohlenen Fonds auf seine Plausibilität hin prüfen und den Anlegern nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken des Fonds korrekt darstellen. An allen dem fehlte es in den von uns betreuten Fällen. Oft wurde schon das Fonds-Modell gar nicht richtig erklärt: So wurde den Anlegern etwa dargelegt,  dass z.B. die Fonds Deutsche S&K Sachwerte Fonds GmbH & Co. KG oder Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG direkt in Immobilien investieren würden, was schon nach den Fondsprospekten nicht der Fall ist.

Doch diese aussichtsreichen Ansprüche könnten schon Ende des Jahres verjähren, so dass nun rasches Handeln wichtig ist um noch alle Möglichkeiten wahrzunehmen, die sich in diesen Fällen bieten.  Da die Medien bereits 2013 von den Razzien gegen S&K berichteten, ist eine Verjährung der Ansprüche zum Jahresende 2016 wahrscheinlich.
Betroffene Anleger sollten sich daher schnellstmöglich von einem mit dem Thema vertrauten Rechtsanwalt über ihre Chancen und Möglichkeiten beraten lassen und noch rechtzeitig aktiv werden.



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