S&K Gruppe - Geflecht von Firmen

S&K Gruppe - Geflecht von Firmen

S&K Ermittlungen - wie weit ziehen sich die Kreise?

Mitte Februar begannen die ersten Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt im Zusammenhang mit dem Komplex um die S&K.

Die zwischenzeitlichen Ermittlungen und Recherchen der Staatsanwaltschaft und von Fachjournalisten zeigen ein immer enger werdendes Geflecht von Firmen, die mit der S&K  entweder direkt in Verbindung standen oder indirekt über wirtschaftliche Verflechtungen verbunden waren. Wie tief diese Verflechtungen letzten Endes gehen werden, ist derzeit noch nicht genau absehbar. Doch bereits die sprichwörtliche „Spitze des Eisbergs“ zeigt, dass auch Anleger, die von der S&K bislang bestenfalls am Rande gehört haben, von der Affäre betroffen seien könnten, denn die Verbindungen der S & K gehen deutlich weiter als bislang offensichtlich war.

In einer Pressemitteilung zur Durchsuchung der S & K spricht die Staatsanwaltschaft Frankfurt von deutlich über 100 Unternehmen, die mit der S&K verflochten sind:

Bereits dem Namen nach S&K zuzuordnenden wären:

  • S & K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft GmbH & Co. KG

  • S & K Real Estate Value Added GmbH

  • Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG

  • Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

  • S & K Investment GmbH & Co. KG

  • S & K Investment Plan GmbH & Co. KG


weitere sind auch die

  • "Vario" Produkte der Regensburger DSW

  • DCM-Gruppe

  • SHB-Gruppe

  • MIDAS-Gruppe

  • CIS Kapital International Services Deutschland AG

  • Assets Trust AG

 

"Vario" Produkte der Regensburger DSW

Neben den verhältnismäßig offensichtlichen Namen gehören hierzu nach neueren Erkenntnissen auch die

Fondsgesellschaft DCM

Auch die Fondsgesellschaft DCM bzw. die DCM Verwaltungs GmbH sowie die DCM Service GmbH aus München scheinen in den Dunstkreis der S & K geraten zu sein. Nach Medienberichten sind diese als Tochtergesellschaften der S&K Immobiliengruppe anzusehen und daher auch von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden.

MIDAS-Gruppe

Auch die MIDAS-Gruppe, die die S & K Unternehmensgruppe im Laufe der Zeit übernommen hatte, sowie die CIS Kapital International Services Deutschland AG, die im Vorfeld von der MIDAS-Gruppe „geschluckt“ worden war, gehören zu dem schwer durchschaubaren Geflecht. Hier könnten die MIDAS Mittelstandsfonds 1-7 GmbH & Co. KG betroffen sein.

Assets Trust AG München

Beinahe schon als kleineres Geschäftsfeld der S & K Gruppe muss noch die Assets Trust AG München erwähnt werden, die sich als Aufkäufer sog. „Altkapitalanlagen“, wie Lebensversicherungen, Bausparverträgen, Fondsprodukten oder anderen Sparanlagen auf dem Markt bewegte und Kunden u.a. dazu motivieren wollte, die aus dem Verkauf dieser Anlagen frei gewordenen Gelder, beispielsweise in das Produkt „Vario Trust“ neu zu investieren.

Ob die Übernahme dieser Fondsgesellschaften dazu diente, den Namen der S&K „aufzuwerten“ oder ob es der S & K vielmehr darum ging, den Bestand der entsprechenden Fonds mit in ihr Portfolio zu übernehmen, kann derzeit nur spekuliert werden. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Fonds nur deswegen übernommen wurden, um ihnen letzten Endes Gelder und Immobilien zu Lasten der Anleger zu entziehen.

S & K Holding und die Banken

Die S & K Gruppe ging dabei nicht nur über ihr eigenes Vertriebsnetzwerk vor, indem sie eigene Vertriebsfirmen oder Onlinevermittler unterhielt, die freie Finanzberaterprodukte der S & K anboten, sondern es war der S & K auch gelungen, „klassische“ Banken zum Vertrieb der S & K Produkte zu gewinnen. Über sogenannte „Enkelgesellschaften“, das sind Tochtergesellschaften von Tochterunternehmen der Banken, wurden gutgläubigen Kunden S&K-Produkte mit hohen Vertriebsprovisionen aus dem grauen Kapitalmarkt angeboten. Abgesehen von der Sparda-Bank Münster vertrieb nach Medienberichten auch die Sparkasse Emden S&K-Produkte.

S & K Holding und die Medien

Um das Vertriebssystem perfekt zu machen und eine entsprechende Reputation in der öffentlichen Wahrnehmung mit aufzubauen, kaufte sich die S & K Gruppe auch in die Medien ein: Nach Informationen des Handelsblattes wurde etwa die Herausgeberin des Anlegermagazins „Finanzwelt“ mit gut datierten „Beraterverträgen“ und sonstigen Geschenken dazu motiviert, über die S & K positiv zu berichten. Die Presse fügte bereits sarkastisch an, dass das Magazin zu einem „Werbeträger“ für die S & K mutiert sei.

Stand: München, den 14.03.2013



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