Selfmade Capital, dima24 und Euro Grundinvest

Selfmade Capital

Selfmade Capital, NCI New Capital Invest und dima24 - die Hintergründe

Das Firmenimperium um den Münchner Malte André Hartwieg wackelt schon seit längerem gewaltig. Der Gründer des Fondsvertrieb Dima24 kommt dieses Jahr nicht aus den Schlagzeilen. Das Geflecht aus mehreren Firmen - darunter die Emissionshäuser Selfmade Capital, NCI New Capital Invest, Euro Grundinvest und Panthera - zerbröckelt zusehens. Seit einigen Monaten stocken bei mindestens zehn Beteiligungen die Ausschüttungen.1) Die Staatsanwaltschaft München hat bereits Ende 2013 mehrere Strafanzeigen u.a. gegen Hartwieg erhalten. Nach monatelanger Vorprüfung wurde schließlich im August ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei einer Razzia wurden auch mehrere Büros seiner Firmen durchsucht. Es bestehe u.a. der Verdacht des Kapitalanlagebetrugs.2)

Schneeballsystem - Das undurchsichtigen Firmengeflecht

Vergeblich warteten im Frühjahr diesen Jahres hunderte von Hartwiegs Kunden auf fällige Auszahlungen von bis zu 200 Millionen Euro. Die Gelder der Anleger sollten angeblich in Projekte wie Biodiesel-Raffinerien und ein Betonwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA oder Dubai fließen. Es bestehe jedoch der Verdacht der Veruntreuung. So sollen diese dafür eingesammelten Gelder der Anleger nicht in Projekte investiert worden sein. Nach den verschiedensten Presseberichten und Recherchen handelte es sich bei den Investitionsobjekten der Fonds zumeist um Offshore-Firmen, die erst kurz vor Ausgabe der Genussrechte gegründet wurden. Hintermänner seien möglicherweise Strohmänner von Hartwieg gewesen – allen voran der Investmentmanager Christian Kruppa, gegen den ebenfalls ermittelt wird.3)

In der Werbung lockten diese Fonds mit Renditen von zwölf und mehr Prozent

Allein bei Dima24 geht es nicht gerade um wenig: hier wurden wohl rund 120 Millionen Euro von insgesamt 2.000 Kunden eingesammelt.4) Der Vertrieb Dima24 wurde von dem Münchener Unternehmer Malte Hartwig 2001 gegründet. Hierüber wurden eigene und andere Fondsbeteiligungen vermittelt. Im April diesen Jahres hat er sich, nach dem Verkauf des Unternehmens, jedoch angeblich komplett zurückgezogen.

Beunruhigende Nachrichten für Anleger

Insgesamt geht es bei dem ehemaligen Star der Investmentbranche um unglaubliche Summen: 200.000 Anleger hatten ihm wohl mehr als 2,3 Milliarden Euro anvertraut. Da ist es nun auch wenig vertrauenserweckend, dass das Anwaltsbüro Klumpe, Schröder + Partner aus Köln in einem Schreiben an die Anleger vom 23. September 2014 mitteilt, dass sie aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten ihr Mandat niederlegen werden.5)

Insolvenz

Die schlechte Nachricht für Anleger des Finanzmaklers Malte Hartwieg brechen nicht ab. Mehrere seiner Gesellschaften haben mittlerweile Insolvenz beantragt. Damit droht der Totalverlust.

Auszug Fonds von Selfmade Capital und New Capital Invest (NCI):

  • Selfmade Capital Emirates 1 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates 2 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates 3 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates 4 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 6 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 7 GmbH & Co. KG
  • Selfmade Capital 8 GmbH & Co. KG

Quellen:

1) www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-und-verbraucherrecht/zweifelhafter-fondsbetrieb-selfmade-capital-management-meldet-insolvenz-an/10789318.html

2) boerse.ard.de/boersenwissen/anlegerschutz/malte-hartwieg-im-fokus-der-ermittler100.html

3) www.versicherungsbote.de/id/4804652/Malte-Hartwieg-Anwalt-Mandat-Zahlungsschwierigkeiten/

4) www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-und-verbraucherrecht/zweifelhafter-fondsbetrieb-selfmade-capital-management-meldet-insolvenz-an/10789318.html

5)  www.versicherungsbote.de/id/4804652/Malte-Hartwieg-Anwalt-Mandat-Zahlungsschwierigkeiten/



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