OLG Nürnberg bestätigt Schadensersatz - Hoffnung für Schiffsfonds Anleger

OLG Nürnberg bestätigt Schadensersatz - Hoffnung für Schiffsfonds Anleger

OLG Nürnberg bestätigt Schadensersatz - neue Hoffnung für Anleger der MS Fürth

München, Juni 2015 - Einst wurde sie als Fürther Stolz der Stadt verkauft, doch inzwischen haben sich für die Anleger der Schiffsbeteiligung MS „Fürth“ Schiffseigentums GmbH & Co. KG die schlimmsten Befürchtungen verwirklicht: Über das Vermögen der Gesellschaft wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, so dass die Anleger fürchten müssen, von dem Schiffsfonds kein Geld mehr zurück zu bekommen. Doch nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg (kurz OLG Nürnberg) gibt es Hoffnung, die beratende Bank in Anspruch zu nehmen.

Die Schiffsbeteiligung von Turkon Emissionshaus GmbH"

Erst im Jahr 2007 wurde die Schiffsbeteiligung an dem Containerschiff MS "Fürth" von der Emittentin "Turkon Emissionshaus GmbH" aufgelegt. Investiert wurde in ein Containerschiff, das den Namen der Stadt Fürth über die Weltmeere tragen sollte. Doch seit Jahren befindet sich die Schiffsbranche in der Krise: Eine Vielzahl an Containerschiffen hat den Markt überschwemmt; aus den negativen ökonomischen Rahmenbedingungen, dem anhaltend hohen Schiffsangebot sowie sinkenden oder stetig niedrigen Container-Charter-Raten ergaben sich so zwangsläufig in der Containerschiff-Branche große Probleme und damit auch eine steigende Anzahl von Insolvenzen. Auch die MS Fürth geriet schnell in wirtschaftliche Schieflage; logische Folge hieraus war die Eröffnung des Insolvenz-Verfahrens im August 2014.

Urteil gibt Anlegern Hoffnung

Nun hat das Oberlandesgericht Nürnberg[1] einem Anleger Schadensersatz von ca. Euro 30.000,00 zugesprochen, da die beklagte Sparkasse den Kläger fehlerhaft beraten und insbesondere nicht auf den Erhalt von Provisionen hingewiesen hatte. Aus unserer Erfahrung ein häufiger Fall, der auf Parallelfälle durchaus übertragbar ist. Obwohl die Sparkasse in den Medien verlautbaren lässt, nicht mit einer Klagewelle zu rechnen, dürfte das Urteil Signalwirkung auch für weitere Anleger der MS Fürth haben, denn die Rechtslage ist insofern eindeutig: Banken, die nicht über die erhaltene Provision (so genannte Kick-Backs) aufgeklärt haben, müssen dem Anleger den durch die Beratung entstandenen Schaden ersetzen. 

Betroffenen Anlegern der Schiffsbeteiligung MS Fürth Schiffseigentums GmbH & Co. KG ist daher eine Beratung durch einen hierauf spezialisierten Rechtsanwalt zu empfehlen.

[1] In diesem Verfahren wurde die Klagepartei nicht von KAP Rechtsanwälte vertreten.



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