MS Svenja - EST Elbe Schiffstreuhand Service schlägt Restrukturierung vor

MS Svenja - EST Elbe Schiffstreuhand Service schlägt Restrukturierung vor

MS Svenja UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG schlägt Restrukturierung vor - Klartext für Anleger

München, den 25.07.2018 - Anleger der M/S Svenja UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG (>> MS Svenja/ Elbe Emissionshaus EEH) erhalten derzeit ein Schreiben der EST Elbe Schiffstreuhand Service GmbH aus Meppen. Der Inhalt des Schreibens ist für viele Anleger erst einmal schwer verständlich, hat man ihn erst einmal verstanden ist er schwer zu verdauen, denn es sind keine guten Nachrichten für die Anleger.

Worum geht es?

Die EST Elbe Schiffstreuhand teilt mit, dass die Banken die Darlehen für die MS Svenja nicht mehr aufstocken wollen. Als Alternative wird nun vorgeschlagen, das Schiff für rund 7,6 Mio. Dollar an eine neu zu gründende Norwegische Kapitalgesellschaft zu verkaufen. Hierbei würden die Banken auf einen Teil ihrer Darlehen verzichten und man könne zumindest ein kleines “Plus” nach dem Verkauf der MS Svenja verbuchen. Dieses “Plus” soll dann aber nicht an die Anleger ausgezahlt werden, sondern man plant, sich gleich an dieser Norwegischen Gesellschaft zu beteiligen. Hierzu sollen die Gesellschafter einen entsprechenden Beschluss fassen.

Außerdem warnt die EST Elbe Schiffstreuhand, sich persönlich als Gesellschafter in das Handelsregister eintragen zu lassen, da wegen Klagen gegen die Treuhänderin deren Insolvenz nicht ausgeschlossen werden kann.

Was bedeuten die Mitteilungen für die Anleger?

Was sich zunächst nach einer guten Lösung anhört, entpuppt sich bei genauem Hinsehen als widersprüchlich. Während die EST mitteilt, der Schiffswert der MS Svenja liege bei “nur” 7,1 Mio Dollar und der Verkauf für 7,6 Mio Dollar sei ein Erfolg für die Anleger, liest sich die Darstellung in der beigefügten Schnellübersicht der Norwegischen Gesellschaft deutlich unterschiedlich. Dort wird der Kauf der M/S Svenja als Schnäppchen dargestellt. Das Schiff habe einen “Current market value”, also einen “derzeitigen Marktwert” von 9,8 Mio. Dollar und der Marktausblick für den MPP Sector sei “positiv”. Die Darstellungen der Norweger und der EST gehen damit nicht nur was die Zahlen angeht auseinander.

Es stellt sich vor allem die Frage, warum das Schiff zum einen nicht zum Marktwert verkauft und zum anderen, warum den Anlegern nicht die Wahl gelassen wird, den Überschuss aus dem Kaufpreis schlicht unter sich aufzuteilen und den Schiffsfonds zu liquidieren. Durch die Beteiligung an der Norwegischen Gesellschaft bleiben Anleger in dem Fonds investiert, der nun plötzlich anders investiert als ursprünglich geplant, nicht alle Anleger dürften mit dieser Entscheidung zufrieden sein.

MS Svenja: Was ist zu tun?

Anleger sollten auf jeden Fall aktiv werden und ihre Entscheidung der EST Elbe Schiffstreuhand mitteilen. Eine der wesentlichen Aussagen des Schreibens ist, dass die Treuhandgesellschaft wenn sie nichts von den einzelnen Anlegern hört, den Beschlüssen im Namen der Anleger zustimmen wird. Damit kann durch reines Schweigen eine Mehrheit für einen Beschluss zu Stande kommen, den Sie evtl. gar nicht wünschen.

Außerdem sollten sich Anleger über die sonstigen Möglichkeiten informieren. Häufig wurden die Risiken der Anlage nicht richtig dargestellt, der Prospekt zu spät übergeben oder andere Fehler in der Anlageberatung führen dazu, dass Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können, so dass der derzeitige Verlust doch noch ausgeglichen werden könnte.



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