Schiffsfonds Krise? Schwerer Seegang

Schiffsfonds Krise? Schwerer Seegang

Schiffsfonds: Schwerer Seegang - Mehr Informationen für Schiffsfondsanleger

Schiffsfonds: Schwerer Seegang - Mehr Informationen für Schiffsfondsanleger

Unterstützt von der steuerlichen Vergünstigung und dem Argument, man würde ähnlich Immobilienfonds in Sachwerte investieren, wurde eine Vielzahl verschiedener Schiffsfonds initiiert. Vor allem Privatanlegern wurde eine Beteiligung am Schiffsfonds gern als sichere und renditestarke Geldanlage angepriesen. Nun sehen sich die Anleger mit einer völlig anderen Situation konfrontiert. Die versprochenen und oft als sicher dargestellten Renditen werden nicht eingehalten, es droht Insolvenz und damit ein Totalverlust. Für viele Anleger eine Situation, die sie den Risiko-darstellungen des Vermittlers nicht entnehmen konnten.

Talfahrt der Schiffsfonds?

Schiffsfonds in der Krise? Es ist zu befürchten, dass sich die eingesetzte Talfahrt der Schiffsfonds weiter fortsetzen wird. Die schon von Anfang an mit den Fonds verbundenen erheblichen Risiken, werden sich durch die derzeitige Wirtschaftslage mit hoher Wahrscheinlichkeit noch deutlich verschärfen. Die einst als Wundermittel verkauften Fonds, sehen sich nun erheblichen Problemen ausgesetzt. Nach Schätzungen der Branche werden erheblich mehr Schiffsfonds als bisher mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben oder gar Insolvenz anmelden müssen. Dies geht für die Anleger dieser Schiffsfonds mit Verlusten bis hin zum Totalverlust des angelegten Kapitals oder sogar - wie erst kürzlich zu beobachten - der Rückforderung bereits erhaltener Ausschüttungen durch den Fonds einher. Inzwischen laufen sogar erste Gerichtsverfahren, in welchen Schiffsfondsanbieter ihre Anleger auf weitere Zahlungen in Anspruch nehmen.

 

Doch was ist der Grund hinter dieser Entwicklung der Schiffsfonds?

Ähnlich der Immobilienblase, wurden auch hier enorme Überkapazitäten aufgebaut. Es wurden deutlich mehr Schiffe gebaut und finanziert, als überhaupt benötigt. Das führt dazu, dass sich die Schiffe untereinander einen starken Wettbewerb liefern müssen und die Charterraten zu Dumping-Preisen angeboten werden müssen, um überhaupt Aufträge zu bekommen. Im besten Falle können die Schiffe gerade einmal ihre Kosten einfahren. Von den erwarteten Gewinnen sind die meisten Schiffe meilenweit entfernt. Die Weltwirtschaftskrise trägt zu dieser Entwicklung bei, ist aber nicht - wie die meisten Fonds behaupten - der alleinige Auslöser der Krise.

Diese Entwicklung war für Branchenkenner wohl schon seit einiger Zeit deutlich erkennbar, trotzdem wurde gegenüber Anlegern noch die Wettbewerbslage vor einigen Jahren als positiv dargestellt und die sich bereits in Produktion befindliche Konkurrenz schlicht ausgeblendet.

Dass viele Banken und Vermittler ihren Anlegern die Schiffe empfohlen hatten, beruht jedoch nicht nur auf der sehr guten Selbstdarstellung der Schifffonds, sondern zu einem großen Teil auch darauf, dass die Banken erhebliche Provisionen für die Vermittlung von Schiffsfonds erhalten haben. Bis zu 17 % des eingezahlten Kapitals als Provision waren hier keine Seltenheit. Gerade diese Provisionen, so genannte Kick-Back sind es aber, die den Banken nun zu schaffen machen. Wurde der Anleger nicht über die von der Bank oder Sparkasse erhaltenen Provisionen aufgeklärt oder über die Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt, muss die Bank oder der Berater die Anlage rückabwickeln und den Anleger schadlos stellen.

München, Januar 2012



Anfrage

Ich brauche Ihre Unterstützung. Bitte kontaktieren Sie mich ohne Anfall von Kosten.
Schiffsfonds Krise? Schwerer Seegang.


War diese Seite für Sie hilfreich?
 
 
 
 
 
 
 
0 Bewertungen 0% 1 5 0  
Schnellanfrage