ProInvest 24 AG - Ombudsmann sieht ehem. GE Money Bank in der Pflicht

ProInvest 24 AG - Ombudsmann sieht ehem. GE Money Bank in der Pflicht

Pro Invest 24 AG - Ombudsmann sieht Santander Bank (ehem. GE Money Bank) in der Pflicht

München, den 19.06.2012 - Für Geschädigte der Pro Invest 24 AG bzw. der ProInvest 24 Management AG und der WiSa Capital AG gibt es begründete Hoffnung, ihren Schaden begrenzen zu können, vor allem wenn die Investition wie häufig durch ein Darlehen der ehemaligen GE Money Bank (jetzt Santander Bank) finanziert wurde. In einer durch die Kanzlei KAP Rechtsanwälte erwirkten Entscheidung des Ombudsmannes der privaten Banken, einer Schlichtungsstelle für rechtliche Probleme im Zusammenhang mit Banken, heißt es, dass die Santander Bank nach Ansicht des Ombudsmannes den Kunden von seinen Darlehensverbindlichkeiten freistellen und dem Anleger seine geleisteten Zahlungen zurück erstatten muss.

Sicheren Anlagen in Rentenpapiere, Sichtgeldeinlagen und Immobilien?

Die ProInvest24 AG hatte mit dubiosen "Vermögensverwaltungsverträgen" gelockt, die bei sicheren Anlagen in Rentenpapiere, Sichtgeldeinlagen und Immobilien eine Rendite von 12, 24 oder gar 48 % im Jahr abwerfen sollte. Um den Profit noch zu steigern wurde einigen Anlegern etwa durch den zwischenzeitlich in Untersuchungshaft sitzenden ehemaligen Vorstand der ProInvest 24 AG, Herrn Alfred Lamers, vorgeschlagen, ein Darlehen, etwa bei der GE Money Bank, aufzunehmen. Da die Renditen aus der Anlage deutlich höher liegen sollten, als die für das Darlehen zu zahlenden Zinsen, sollte sich das Modell praktisch von selbst tragen und der Anleger könnte den Überschuss an Rendite selbst behalten. Ein verlockendes Angebot, bei dem die angebliche Rendite für den Anleger umso höher ausfällt, je höher das Darlehen ist.

Leider scheint sich nun immer mehr zu bestätigen, dass die Gelder, die der Pro Invest 24 zur Verfügung gestellt wurden "verschwunden" sind. Die Anleger sehen sich nun einem hohen Darlehen ausgesetzt, von dem viele nicht wissen, wie sie es zurückbezahlen sollen.

Hier bietet der Schlichtungsspruch des Ombudsmannes Grund zur Hoffnung. Auch wenn die Santander Bank diesen Schlichtungsspruch derzeit nicht anerkennt, ist die Entscheidung des Ombudsmannes schon ein Wegweiser dafür, wie Verfahren vor den Zivilgerichten ausgehen können. Sollte also durch die Landgerichte der Schlichterspruch mit einem Urteil bestätigt werden, hat die Bank keine Forderungen mehr gegen den geschädigten Anleger, sondern muss diesen so stellen als hätte er weder das Darlehen, noch den Verwaltungsvertrag mit der Pro Invest24 AG je abgeschlossen. Für viele nicht nur eine unvorstellbare Erleichterung, sondern auch darüber hinaus eine komplette Schadloshaltung.

Klagen gegen die Santander Bank in Vorbereitung

Neben dem gewonnenen Ombudsmannverfahrens sind auch erste Klagen gegen die Santander Bank in Vorbereitung, die an diesen Erfolg anzuknüpfen sollen, auch der Zusammenschluss mehrerer Geschädigter in Form einer "Sammelklage" wird durch KAP Rechtsanwälte geprüft.



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