Picam Piccor Piccox - Staatsanwalt ermittelt - Schneeballsystem?

Picam Piccor Piccox - Staatsanwalt ermittelt - Schneeballsystem?

Picam + Piccor AG + Piccox Aktuelles

02.05.2018 - PICAM GmbH Berlin vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet

09.02.2018 - Picam Piccor Staatsanwaltschaft ermittelt

16.01.2018 - Die von der Picam genannte Firma, LIT Ltd. in Gibraltar nicht auffindbar?

19.12.2017 - Picam-Gruppe schreibt Anleger an

PICAM Insolvenz

München, den 05.02.2018 - Über das PICAM Vermögen (PICAM GmbH in Berlin, Hubertusallee) ist am 02.05.2018 das nun vorl. Insolvenzverfahren eröffnet worden. RA Dr. Sebastian Laboga von der Kanzlei Kübler eingesetzt worden. Die Insolvenz der PICAM GmbH folgte nun nach der Razzia gegen den PICAM Unternehmensverbund.

Als PICAM-Anleger können Sie ihre Ansprüche prüfen lassen. Wir helfe Ihnen gerne, nutzen Sie die Schnellanfrage.

Picam Piccor – Staatsanwaltschaft ermittelt

München, den 09.02.2018 – Anlegern der Picam / Piccor-Gruppe bleiben keine schlechten Neuigkeiten erspart. Nachdem von den dortigen Verantwortlichen zunächst noch jede Schuld von sich gewiesen wurde und eine ominöse Firma in Gibralta für das Verschwinden von Anlegergeldern verantwortlich gemacht wurde, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Berlin nach Angaben des Handelsblattes im direkten Kreis der Verantwortlichen.

Laut dem Handelsblatt gehörten der Vertriebschef Thomas Entzeroth und Peter Züllig zu den Verdächtigen. Der Vorwurf: die Gelder der Anleger sollen nicht wie angegeben in computergestützten DAX-Handel investiert worden sein, sondern durch Umschichtungen in eigene Unternehmen „zirkuliert“ haben. Dies mit dem Ziel, den Verantwortlichen hohe Gebühren und Provisionen zu Lasten der Anleger zukommen zu lassen. Auch der Vorwurf des Schneeballsystems, bei dem systematisch Anleger betrogen werden wird laut.

Auch das im letzten Jahr aufgelegte Piccox-Zertifikat soll nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eher der Täuschung der Anleger, als als seriöse Anlage gedient haben.

Ob und in welcher Höhe Sicherstellungen von Anlegergeldern durch die staatsanwaltschaft  stattgefunden haben, ist momentan noch nicht sicher nachprüfbar. Vieles spricht aber dafür, dass die Gelder nicht ausreichen werden, alle Ansprüche geschädigter Anleger zu bedienen. Picam / Piccor-Kunden sollten sich daher genau über ihre möglichen Ansprüche informieren. 

Vorsichtig sollten die Anleger vor dem Anwerben der damaligen Vermittler diese hochrisiko Produktes walten lassen. Die Vermittler haben selbst gegenüber dem Anleger auf Schadensersatz zu haften, insbesondere, wenn sie falsche Angaben zur Sicherheit und zum hohen Risiko gemacht haben. Eine durch den Vermittler vermittelte “Interessengemeinschaft” oder Rechtsanwalt kann dann wegen einen Interessenkonflikt gerade gegen diese Vermittler etwaige Ansprüche des Picam Anlegers nicht mehr prüfen.

Picam-Gruppe - große Unsicherheiten bei Anlegern

München, den 18.01.2018 - Anleger, die ihr Geld bei den Vermögensverwaltern der Picam-Gruppe investiert haben, hatten Aussicht auf traumhafte Renditen. 15 bis 20 Prozent sollte der computerbasierte Handel mit DAX Features bringen. Doch aktuell sind die Picam-Anleger vielmehr mit beunruhigenden Nachrichten konfrontiert: Recherchen des Handelsblattes decken große Ungereimtheiten und schwer nachvollziehbare Vermögensverschiebungen auf. 

Die Picam Gruppe selbst musste ihren Anlegern im Dezember 2017 von Unregelmäßigkeiten berichten. Auf dem Blog der Picam-Gruppe (blog.picam.de/) wird neben den  Unregelmäßigkeiten auch von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin berichtet, so wie über das angebliche Sicherstellen von Geldern. Ein angeblicher Verwalter der Gelder sei untergetaucht, so die Picam Gruppe auf dem Blog weiter. 

Doch das Handelsblatt stellt fest, dass die von der Picam genannte Firma, LIT Ltd. in Gibraltar nicht auffindbar sei. Alles in allem scheint im Moment nur eines sicher: Anleger sollten sich dringend über die Möglichkeiten des Vorgehens informieren, um Ihren erlittenen Schaden geltend zu machen

Bereits vor gut einem Jahr (Anfang 2017) setzte die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma die Piccor AG auf ihre Warnliste und bescheinigte damit die Vermutung einer „erheblichen Gefährdung von Anlegern durch Anbieter“. Picam reagierte hierauf mit einer Umstellung der Strategie. Anlegern wurde angeboten, die Gelder von der Piccor AG abzuziehen und in ein anderes Produkt zu investieren: das Zertifikat (Inhaberschuldverschreibung) Piccox Securisation (WKN A19CXZ ISIN DE000A19CXZ0). 

Viele Picam-Anleger folgten diesem Rat und investierten rund EUR 100 Mio in dieses Zertifikat, im Glauben hieraus, jederzeit Auszahlungen erhalten zu können. Doch Auszahlungenaus diesem Zertifikat sind nach den Bedingungen erst 2030 vorgesehen.

Doch es kommt für die Anleger noch dicker: die Verwaltung des Zertifikates hatte wiederum die Varian AG Liechtenstein, die die Gelder erneut der Piccor AG überlassen haben soll - trotz ausdrücklicher Firma-Warnung und dem Wunsch der Anleger, die Gelder umzuschichten und nicht weiter bei der Piccor AG zu investieren. Nach Aufforderung des Administrators des Zertifikates wurde nach dessen Angaben bislang lediglich ein Viertel der investierten Werte "in Form illiquide Wertpapiere" zurücktransferiert.  

Als wären diese Ungereimtheiten nicht schon schlimm genug, hat das Handelsblatt in seinen Recherchen auch festgestellt, dass der angebliche Programmierer, der den Algorithmus zum Computergestützten Trading entwickelt haben soll, dem Handelsblatt gegenüber mitgeteilt habe, er könne gar nicht programmieren. 

Weitere Firmen aus der Picam-Gruppe sind die Varian Defensive Capital GmbH und die Varian DC Service GmbH

Auch wenn die Auszahlungen an einige Anleger in den letzten Jahren erbracht wurden und die Renditen zumindest auf dem Papier regelmäßig dargestellt wurden, scheint es mächtig zu rumoren in der Picam-Gruppe. Ein hoher Verlust ist aus unserer Sicht wahrscheinlich. Anleger sollten jetzt aktiv werden und sich beraten lassen.



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