Opalenburg Safeinvest Gesellschafterversammlung in München

Gesellschafterversammlung der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. Safeinvest KG

Opalenburg Opportunity KG – Gesellschafterversammlung 12.10.2017 in München

München, den 28.11.2017 – Die Gesellschafterversammlung der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. Safeinvest KG war von den Anlegern mit Spannung erwartet worden. Schließlich handelte es sich um die erste Gesellschafterversammlung in der es möglich war, der neuen Geschäftsführung persönlich Fragen zu stellen. Doch die Hoffnung auf Auskünfte oder Beschlüsse, die die Gesellschaft voranbringen würden, wurde jäh enttäuscht. KAP Rechtsanwälte waren vor Ort:

So wurden zwar die „aktuellen“ Zahlen der Anlage und des aktuellen (vorläufigen) Jahresberichts dargestellt. Aus diesen ergaben sich jedoch klare Anzeichen dafür, dass die Gesellschaft höhere Ausgaben als Einnahmen zu verzeichnen hat, was uns als Vertreter unserer Mandantschaft zu ganz genauen Rückfragen veranlasst hat. Antworten haben wir leider keine erhalten.

Bereits ohne die Auseinandersetzung der Fondsgesellschaft mit der CT Treuhand (ein Thema, das die komplette Versammlung überschattete), stehen in der Gewinn- und Verlustrechnung Erträgen von Euro 584.745,88 für das Jahr 2016 Aufwendungen allein für Zinsen und Bewirtschaftungskosten von Euro 915.651,26 gegenüber. 

Der Vorstand hatte zwar mehrfach darauf hingewiesen, dass es offensichtlich ist, dass die Gesellschaft auf Basis der aktuellen Einnahmen – Ausgaben Situation nicht in der Lage ist, lange weiter zu überleben. Dennoch wurde in der Gesellschafterversammlung kein Konzept vorgestellt, wie die Gesellschaft dieser Thematik begegnen wird. Ein solches Konzept wurde zwar immer wieder für „später“ versprochen, doch nie dargelegt. Zu erahnen war, dass die Gesellschaft abgewickelt werden soll. Wie und wann blieb für uns offen.

Kritische Nachfragen aus den Reihen der Anleger wurden in der Gesellschafterversammlung kaum beantwortet. Fragen zu einzelnen Punkten der Jahresabschlüsse und der präsentierten Zahlen wurden an das „Backoffice“ weitergegeben und sollten „später“ beantwortet werden. Trotz der Dauer der Gesellschafterversammlung von einigen Stunden, erfolgte jedoch bis zum Ende der Gesellschafterversammlung keine Beantwortung der Nachfragen der Anleger als auch unserer Fragen nach den Hintergründen den wesentlichen Erhöhung der Ausgaben von 2016 im Vergleich zu 2015.

Auch eine Beantwortung der Fragen im schriftlichen Wege wurde zunächst abgelehnt, vielmehr wurde auf die nächste Gesellschafterversammlung verwiesen. Vor dem Hintergrund, dass einige Fragen schnell und einfach zu beantworten gewesen wäre, etwa die Frage ob der ehemalige Vorstand Herr Eckerle oder eine diesem zuzurechnende Firma an den Verkäufen der Immobilien verdient hat, wurde diese Nachfrage nicht beantwortet. Weder von Herrn Staratschek noch von dem ebenfalls anwesenden Herrn Eckerle selbst. 

Interessant war vor diesem Hintergrund vor allem die Darstellung, welche Immobilien im Jahr 2016 zu welchen Preisen veräußert worden sein sollen, in der Gewinn- und Verlustrechnung für 2016 wurde das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften mit Euro 78.145,58 angegeben, so dass eine deutliche Diskrepanz zwischen den Veräußerungserlösen und den in der Gewinn und Verlustrechnung dargestellten realisierten Gewinnen zu sehen war. Wir haben hierzu wir mehrfach nachgefragt. Auch hierzu steht eine Erläuterung noch aus.

Im Laufe der Gesellschafterversammlung erhielten die Anleger eine eilig berechnete Darstellung des auf ihre Beteiligung entfallenden „Nettoinventarwertes“. Auch diese Zahlen sind ernüchternd. Einem Anleger, der etwa eine Beteiligung über Euro 24.000,00 gezeichnet und in diese in Raten schon gut Euro 14.000,00 eingezahlt hatte, steht ein Nettoinventarwert von unter Euro 7.000,00 nach diesen Berechnungen zu. 

Hingegen ließ man es sich nicht nehmen, anzukündigen, dass die Gesellschaft Anleger, die Ratenzahlungsverträge geschlossen hatten und die Raten einstellen würden, notfalls gerichtlich in die Haftung zu nehmen. Weiter wurde in Aussicht gestellt, dass bei Nichtzahlung eine Aussetzung der Rücknahme von Anteilsscheinen drohe, womit dann gar keine Zahlungen mehr an Anleger zu leisten wären. Aus unserer Sicht eine Aussage, die ohne weitere rechtliche Prüfung im Einzelfall nicht hingenommen werden sollte.

Von den angekündigten Tagesordnungspunkten wurde lediglich über TOP 5, die Anpassung des Gesellschaftsvertrages an die Anforderungen des KAGB beschlossen. Alle weiteren Abstimmungen wurden mit großer Mehrheit vertagt. Vor dem Hintergrund, dass bereits abzusehen war, dass aufgrund der Verteilung der Stimmen auf alten und neuen Treuhänder häufig eine Patt-Situation entstehen würde, eine gute Entscheidung.  

Möglichkeiten prüfen lassen

Unabhängig davon ist außerdem zu prüfen, ob die Anleger Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. Dies ist unter gewissen Voraussetzungen möglich, beispielsweise, wenn die Beteiligung aufgrund einer nicht anleger- oder anlagegerechten Beratung erfolgt ist. Sollte das Geld z.B. als Altersvorsorge dienen, so ist eine Beteiligung an einem unternehmerischen Fonds aufgrund der hohen Risiken absolut nicht empfehlenswert. Bei einer solchen Fehlberatung müssen die Anleger so gestellt werden, als hätten sie die Beteiligung nie abgeschlossen. Gerne prüfen wir Ihre Möglichkeiten.



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Bericht Gesellschafterversammlung Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. Safeinvest KG.

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