Kapitallebensversicherung Lebensversicherungen Garantizins

Kapitallebensversicherungen in Gefahr -
Problematischer Garantizins?

Kapitallebensversicherungen - IWF sieht Probleme für deutsche Lebensversicherer - wie Versicherte jetzt handeln können

München, den 21.04.2015 - Der Internationale Währungsfonds (kurz IWF) sieht nach Medienberichten den von deutschen Lebensversicherungen angebotenen Garantiezins als problematisch an. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase sei zu befürchten, dass die Versicherer diese Garantiezinsen auf Dauer nicht halten könnten. Wenn der gesetzliche Garantiezins nicht gesenkt werde, könnte dies für viele Versicherungen dramatische Folgen haben, so der IWF.

"Doch reduzierte Garantiezinsen sind nicht das, was Versicherungsnehmern bei Abschluss Ihrer Kapitallebensversicherung versprochen wurde. Vielen Versicherten dürfte es gerade auf diese garantierten Zinsen angekommen sein. Die Befürchtungen der Versicherungskunden sind nun groß, nachdem auch die aktuellen Rückkaufswerte kaum mehr versprechen." berichtet Fachanwalt für Bank-und Kapitalmarktrecht Thorsten Krause, Partner der Kanzlei KAP Rechtsanwälte.

Wie können sich Versicherte dagegen schützen?

Versicherte müssen die Situation nicht einfach hinnehmen: Neben den "klassischen" Wegen der Kündigung oder der Stilllegung der Versicherung, die in vielen Fällen mit erheblichen finanziellen Nachteilen verbunden sind, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, sich von dem Vertrag zu lösen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (kurz BGH) haben Anleger in vielen Fällen die Möglichkeit, der Versicherung zu widersprechen. Dieser Widerspruch führt dazu, dass die Anleger neben ihren Einzahlungen auch noch das erhalten können, was die Versicherungen (tatsächlich) mit dem gezahlten Geld verdient haben. Lediglich ein geringer Teil (der so genannte Risikoanteil) sei hiervon abzuziehen. Das entspricht in der Regel dem, was ein Versicherungsnehmer für eine Risikolebensversicherung gezahlt hätte.

Aktuelles Urteil

Erfreulich ist, dass der Bundesgerichtshof aktuell im Urteil vom 08.04.2015 IV ZR 103/15 klargestellt hat, dass die dreijährige Verjährungsfrist erst dann zu laufen beginnt, wenn der Widerspruch tatsächlich erklärt wurde und nicht etwa ab Vertragsabschluss. Ein wichtige Rechtssicherheit für die Versicherten.

Rechtsanwalt Thorsten Krause: "Der BGH hat inzwischen in diversen Urteilen bestätigt, dass eine solche Widerspruchsmöglichkeit besteht und sich dabei auf unterschiedliche Ansatzpunkte gestützt, die immer zu Gunsten des Kunden ausgefallen sind. Die Wirkung ist in den meisten Fällen eine deutliche finanzielle Besserstellung der Versicherungskunden." KAP Rechtsanwälte bieten die Möglichkeit einer Erstberatung um Ihnen die Möglichkeiten darzustellen.



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