Suezmax Tanker Flottenfonds II Schreiben

Suezmax Tanker Flottenfonds II - Anleger sollen neue Gesellschaftermittel zur Verfügung zu stellen

Suezmax-Tanker-Flottenfonds II - Anleger sollen neue Gesellschaftermittel zur Verfügung zu stellen

München, 25.03.2013 - Die Liquiditätslage des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II ist offensichtlich kritisch. Die Anleger werden derzeit von der Fondsgesellschaft aufgefordert bis zum 31.03.2013 neue Gesellschaftermittel zur Verfügung zu stellen. In den Schreiben wird den Anlegern gedroht, dass die Banken die Schiffe weit unter Verkehrswert verkaufen würden und der Gesellschaft somit die Insolvenz drohe, falls das Neukapital nicht gewährt würde. In der Vergangenheit haben schon viele wirtschaftlich angeschlagene Schiffsfonds ihren Anlegern ähnliche Schreiben geschickt, um sie zu weiteren Investitionen zu bewegen.

Was ist von diesen Schreiben des Suezmax Tanker Flottenfonds II zu halten?

Zunächst sollten sich Anleger im Klaren darüber sein, dass sie nach dem Wortlaut der übersandten  “Erklärung zur Bereitstellung von Gesellschaftermitteln” dem Fonds neue Gesellschaftermittel zur Verfügung stellen würden; es handelt sich also nach dem Wortlaut um eine Kapitalerhöhung und nicht um eine Rückzahlung von Ausschüttungen an den Suezmax-Tanker-Flottenfonds II. Damit würde aber eine eventuelle Haftung der Anleger auf Rückzahlung von Ausschüttungen, die nicht von Gewinnen der Gesellschaft gedeckt sind, gem. § 172 Abs. 4 HGB nicht erlöschen. Diese Haftung wäre durch die  weiterer Einzahlung nicht per se erledigt. Aus dem Schreiben wird dies nicht deutlich.

Negativ fällt an den Schreiben des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II weiter auf, dass mit keinem Wort erwähnt wird, dass sich auch die Banken an dem Sanierungs- bzw. Betriebsfortführungskonzept mit einem Beitrag, zum Beispiel einer Reduzierung des Darlehensbetrages oder der Zinsverpflichtungen,   beteiligen. Auch ist den Schreiben lediglich zu entnehmen, dass die Initiatoren wohl auf einen Teil Ihrer Gebühren verzichten würden. Die Höhe dieses Verzichts wird wohlweislich ebenfalls nicht genannt. Ein solcher Verzicht dürfte angesichts der vereinnahmten immens hohen Weichkosten zu Beginn nicht allzu schwer fallen.

Hier will der Suezmax-Tanker-Flottenfonds II die Last einer Sanierung/Betriebsfortführung offensichtlich fast ausschließlich auf die Anleger übertragen. Dieses Betriebsfortführungskonzept ist, was die Gläubigerbeteiligung betrifft stark zu Lasten der Anleger ausgestaltet, die bei Zahlung des geforderten Neukapitals zusätzlich Gefahr laufen neben der bisher gezahlten Beteiligungssumme auch dieses neue Kapital zu verlieren. Auch angesichts des derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds für Schiffsfonds kann bezweifelt werden, ob dieses Betriebsfortführungskonzept des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II zum Erfolg führen wird.

Nach Ansicht von KAP Rechtsanwälte ist eine Beteiligung an der Kapitalerhöhung des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II für die Anleger äußerst riskant und nicht ratsam. Nach den derzeitigen Erkenntnissen zu dem Betriebsfortführungskonzept ist die Gefahr für die Anleger neben dem Verlust der bisherigen erbrachten Zahlungen sehr hoch, auch ein eventuell gewährtes Neukapital durch eine Insolvenz der Fondsgesellschaft zu verlieren.  Wir beraten die betroffenen Anleger gern.



Anfrage

Ich brauche Ihre Unterstützung. Bitte kontaktieren Sie mich ohne Anfall von Kosten.
Suezmax-Tanker-Flottenfonds II - Anleger sollen neue Gesellschaftermittel zur Verfügung zu stellen.

Schnellanfrage