Prosavus AG Rückforderung

Prosavus AG Rückforderung vom Insolvenzverwalter

Prosavus Rückforderung

22.11.2017 - Prosavus Anleger erhalten Post von Insolvenzverwalter Dr. Kübler und Rechtsanwalt Scheffler. Aus unserer Sicht sind nicht alle gestellten Forderungen auch berechtigt. 

10.10.2017 - Vorsicht ist auch im Zusammenhang mit den sog. gemeinsamen Vertretern geboten

Rückforderung des Insolvenzverwalters der Prosavus – was Anleger nun tun können

München, den 22.11.2017 – Immer mehr Anleger der Infinus-Produkte "Prosavus AG" und "Future Business KGaA" (kurz FUBUS) erhalten in diesen Tagen erneut unerfreuliche Post der Insolvenzverwalter Dr. Kübler und Rechtsanwalt Scheffler (Tiefenbacher Rechtsanwälte): Anstelle der noch vor einiger Zeit angekündigten ersten Teil-Auszahlungen aus dem Insolvenzverfahren fordert der Insolvenzverwalter (die Kanzleien Kübler bzw. Tiefenbacher) nun die Rückzahlung von Ausschüttungen, die die Anleger aus ihrer Investition erhalten haben. Und auch gemeinsame Vertreter melden sich mit für die Anleger überraschenden Kostenrechnungen, die bezahlt werden sollen. Auch erste gerichtliche Mahnbescheide wurden beantragt.

Für betroffene Anleger stellt sich nun die Frage, wie sie mit den Forderungen umgehen sollen. Wir raten unseren Mandanten dringend, vor einer Zahlung erst einmal zu überprüfen, ob die Forderungen auch gerechtfertigt sind, oder ob sich gegen diese gewehrt werden kann. Denn ist das Geld erst einmal gezahlt, ist ein Zurückholen oft sehr schwierig.

Aus unserer Sicht sind lange nicht alle in einem solchen Insolvenzverfahren gestellten Forderungen auch berechtigt. Bei Fonds (Anlagen in Form der GmbH & Co. KG) kann der Insolvenzverwalter etwa nach § 172 HGB erhaltene Ausschüttungen nur zurückfordern, so lange diese nicht aus Gewinnen der Gesellschaft erfolgt sind. Konnte der Anleger davon ausgehen, die Zahlungen erfolgten aus Gewinnen der Gesellschaft, kann er zumindest die Ausschüttungen behalten. Der Verlust ist auch dann noch groß genug. Bei den Anlageformen der Prosavus und der Future Business KGaA, bei welchen in Genussrechte investiert wurde, ist die Rechtslage noch komplexer.

Vorsicht ist im Zusammenhang mit den sog. gemeinsamen Vertretern geboten: Diese überraschen die Anleger nun „mit Anwaltsrechnungen“. Diese Forderungen sind jedoch lange nicht so sicher, wie dies die gemeinsamen Vertreter gerne darstellen. So wurde beispielsweise bei der Future Business durch den Insolvenzverwalter noch deutlich dargestellt, dass die Insolvenzschuldnerin, also die Future Business, für die Kosten des gemeinsamen Vertreters aufkommen würde. So sieht es auch das Schuldverschreibungsgesetz vor. 

Dass nun die einzelnen Anleger zur Kasse gebeten werden erscheint fraglich, insbesondere da der einzelne Anleger den Anwälten im Zweifel keinen Auftrag gegeben hat. Der Bundesgerichtshof hatte erst am 12.01.2017 in einem Urteil IX ZR 87/16 festgestellt, dass die Forderungen des gemeinsamen Vertreters nicht so einfach gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden können. Zu den möglichen Forderungen gegenüber einzelnen Anlegern hat sich der BGH auch klar positioniert: diese könnten nur dann geltend gemacht werden, wenn der gemeinsame Vertreter im Vorfeld darauf hingewiesen und seine Tätigkeit von einer Bezahlung durch die Anleger abhängig gemacht hätte.

Prosavus-Anleger, die sich mit der Situation nicht abfinden wollen, sollten sich über ihre Möglichkeiten informieren. Wie sich aus der Vergangenheit gezeigt hat, führt ein "Stillhalten" schlechtestenfalls dazu, dass die Forderungen auch noch gerichtlich geltend gemacht werden.

Prosavus AG Insolvenzverwalter fordert Ausschüttungen zurück

München - 12.09.2017 - Derzeit erhalten viele Anleger, die in Genussrechte der Prosavus AG investiert haben, ein Schreiben des Insolvenzverwalters Frank-Rüdiger Scheffler, in dem dieser von ihnen die erhaltenen Ausschüttungen zurückfordert. Die Anleger sehen sich nun zum Teil erneut mit erheblichen Forderungen konfrontiert – und das obwohl sie schon einen erheblichen Teil des in die Genussrechte investierten Kapitals verloren haben. Dennoch lohnt sich hier ein genauerer Blick – denn die auf die Genussrechte erfolgten Zinszahlungen können vom Insolvenzverwalter nicht ohne Weiteres zurückgefordert werden. Anleger sollten sich dagegen zu Wehr setzen.

Hintergrund - Rückforderung Ausschüttung

Der Insolvenzverwalter der Prosavus AG beruft sich vorliegend selbst darauf, die Ausschüttungen als „unentgeltliche Leistungen“ anzufechten. Die Ausschüttungen sind unseres Erachtens aber gerade nicht unentgeltlich, sondern stellen – vergleichbar mit Zinszahlungen auf ein Darlehen – das „Entgelt“ für die Überlassung des Kapitals in Form von Genussrechten dar.

Emissionshaus PROSAVUS AG

Das 2006 gegründete Emissionshaus PROSAVUS AG gehört zu den Beteiligungen der Future Business AG (FuBus), die wiederum als Mutterkonzern das Dach der INFINUS- Gruppe als solche bildet. Ihre Anleger zeichnen so genannte Namens-Genussrechte. Zur Prosavus AG gehören neben der ecoConsort AG, die FuBus PLUS 1. Vermögensverwaltungs GmbH als Besitzgesellschaft für Immobilien und die ValueConsort AG sowie deren Untergesellschaften ecoConsort Real Estate GmbH, ecoConsort Private Equity GmbH sowie ValueConsort Real Estate GmbH und ValueConsort Private Equity GmbH.

Möglichkeiten prüfen lassen

Die Ausschüttungen aus den Genussrechten sind demnach (siehe oben) nicht mit Ausschüttungen aus einer „klassischen“ Unternehmensbeteiligung vergleichbar und können somit im Insolvenzverfahren nicht ohne Weiteres zurückgefordert werden. Wir vertreten seit Jahren ein Vielzahl Prosavus-Geschädigter. Gern können Sie sich an uns wenden.



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Prosavus Rückforderung Insolvenzverwalter fordert Ausschüttungen zurück.

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