Musterverfahren nach Klagen Landgericht Leipzig Infinus FuBus Future Business

LG Leipzig sieht in Infinus-"Musterverfahren" gute Anspruchsgrundlagen für Anleger

Landgericht Leipzig sieht in Infinus-„Musterverfahren“ gute Anspruchsgrundlagen für Anleger

München, den 14.01.2015 – Etwas über ein Jahr nach der Razzia bei den Dresdener Anlagefirmen Infinus AG und Future Business KGaA fand vor dem Landgericht Leipzig eine erste mündliche Verhandlung zur (zivilrechtlichen) Haftung der Verantwortlichen und Hintermänner statt. Hierbei machte das Gericht den betroffenen Anlegern Hoffnung Ihre Ansprüche durchsetzen zu können. Vor allem die in „normalen“ Verfahren sehr seltene Anspruchsgrundlage der "deliktischen Haftung" wurde hierbei vom Landgericht in den Vordergrund gerückt.
 
Das Landgericht Leipzig spricht hinsichtlich des Verfahrens von einem "Musterverfahren", das wesentliche Weichen für weitere Klagen von Anlegern stellen wird. Vor allem der Hinweis des Gerichts, dass die Verurteilung der ehemaligen Infinus und Future-Business-Verantwortlichen auf der Basis der sog. deliktischen Haftung möglich ist, spricht für sich. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies, dass das Gericht es für wahrscheinlich hält, dass die Anlageprodukte der Future-Business-Gesellschaften von Anfang an auf eine Schädigung der Anleger ausgelegt waren. Das Urteil erwarten wir mit Spannung, da dessen Feststellungen auch in anderen Klagen geschädigter Infinus-Anleger wichtig werden können.

Weitere Möglichkeiten für Mandanten

Neben den Verantwortlichen der Gesellschaften suchen wir für unsere Mandanten auch weiterhin nach weiteren Möglichkeiten, den entstandenen Schaden ersetzt zu bekommen. KAP Rechtsanwälte haben hierzu erste Klagen gegen beteiligte Vermittler eingereicht, die nach unserer rechtlichen Einschätzung auch dann in persönliche Haftung genommen werden können, wenn sie als so genannte „gebundene Vermittler“ aufgetreten sind. Entsprechende gerichtliche Hinweise aus vergleichbaren Parallelfällen in welchen sich die dortigen (nicht Infinus-) Vermittler auf ihre Stellung als "gebundener Vermittler" berufen haben, liegen uns vor. Auch ein Vorgehen gegen die beteiligten Wirtschaftsprüfer und Steuerberater ist in Vorbereitung.
 
Ganz gleich, für welches Vorgehen sich geschädigte Anleger entscheiden, sie sollten damit nicht zu lang warten. Die Hinweise des Landgerichts Leipzig sind vielversprechend und die Chance sollte nun genutzt werden. Zu bedenken ist auch, dass die von der Staatsanwaltschaft gesicherten Vermögen oder die Privatvermögen von Vermittlern oder Vermittlungsagenturen möglicherweise nicht ausreichen, den Schaden jedes Anlegers zu bezahlen.

Aktualisierung: 03.02.2015

Bekannte Anlageformen

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