Future Business Auszahlung?

Future Business Auszahlung?

Future Business KG aA

Die Future Business KG aA wurde im Jahr 2000 gegründet und 2002 mit der Emission von Genussscheinen begonnen. Es folgten mehrere Kapitalerhöhungen, Beteiligungen und Übernahmen. Die Übernahme u.a. der IFP INFINUS Financial Partner AG Anteile erfolgte 2011. Im November 2013 wurde am AG Dresden der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrenz gestellt. KAP Rechtsanwälte vertreten geschädigte Future Business (kurz Fubus) Anleger in den Infinus-Verfahren und beraten sie zu Rückforderungen vom Insolvenzverwalter oder von Inkassounternehmen in der Schweiz und Österreich.

Rückforderung Insolvenzverwalter Future Business

was betroffene Anleger nun tun können

Immer mehr Anleger der "Future Business KGaA“ (kurz: FUBUS) haben Ende 2017 Post vom Insolvenzverwaltern Dr. Kübler und Rechtsanwalt Scheffler erhalten: Anstelle der noch vorher angekündigten ersten Teil-Auszahlungen aus dem Insolvenzverfahren fordert der Insolvenzverwalter nun die Rückzahlung von Ausschüttungen, die die FuBus Anleger aus ihrer Investition erhalten haben. Und auch gemeinsame Vertreter melden sich mit für die Anleger überraschenden Kostenrechnungen, die bezahlt werden sollen. Auch erste gerichtliche Mahnbescheide wurden beantragt.

Für betroffene Fubus-Anleger stellt sich nun die Frage, wie sie mit den Forderungen umgehen sollen. KAP Rechtsanwälte raten ihren Mandanten dringend, vor einer Zahlung erst einmal zu überprüfen, ob die Forderungen auch gerechtfertigt sind, oder ob sich gegen diese gewehrt werden kann. Denn ist das Geld erst einmal gezahlt, ist ein Zurückholen oft sehr schwierig.

Aus unserer Sicht sind lange nicht alle in einem solchen Insolvenzverfahren gestellten Forderungen auch berechtigt. Bei Fonds (Anlagen in Form der GmbH & Co. KG) kann der Insolvenzverwalter etwa nach § 172 HGB erhaltene Ausschüttungen nur zurückfordern, so lange diese nicht aus Gewinnen der Gesellschaft erfolgt sind. Konnte der Anleger davon ausgehen, die Zahlungen erfolgten aus Gewinnen der Gesellschaft, kann er zumindest die Ausschüttungen behalten. Der Verlust ist auch dann noch groß genug. Bei den Anlageformen der Prosavus und der Future Business KGaA, bei welchen in Genussrechte investiert wurde, ist die Rechtslage noch komplexer.

Vorsicht ist im Zusammenhang mit den sog. gemeinsamen Vertretern geboten: Diese überraschen die Anleger nun „mit Anwaltsrechnungen“. Diese Forderungen sind jedoch lange nicht so sicher, wie dies die gemeinsamen Vertreter gerne darstellen. So wurde beispielsweise bei der Future Business durch den Insolvenzverwalter noch deutlich dargestellt, dass die Insolvenzschuldnerin, also die Future Business, für die Kosten des gemeinsamen Vertreters aufkommen würde. So sieht es auch das Schuldverschreibungsgesetz vor. 

Dass nun die einzelnen Anleger zur Kasse gebeten werden erscheint fraglich, insbesondere da der einzelne Anleger den Anwälten im Zweifel keinen Auftrag gegeben hat. Der Bundesgerichtshof hatte erst am 12.01.2017 in einem Urteil IX ZR 87/16 festgestellt, dass die Forderungen des gemeinsamen Vertreters nicht so einfach gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden können. Zu den möglichen Forderungen gegenüber einzelnen Anlegern hat sich der BGH auch klar positioniert: diese könnten nur dann geltend gemacht werden, wenn der gemeinsame Vertreter im Vorfeld darauf hingewiesen und seine Tätigkeit von einer Bezahlung durch die Anleger abhängig gemacht hätte. 

Future Business Anleger, die sich mit der Situation nicht abfinden wollen, sollten sich über ihre Möglichkeiten informieren. Wie sich aus der Vergangenheit gezeigt hat, führt ein „Stillhalten“ schlechtestenfalls dazu, dass die Forderungen auch noch gerichtlich geltend gemacht werden.

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Future Business KGaA (kurz FuBus)

Aus dem Konzerngeflecht der INFINUS-Gruppe hat nun ebenfalls, als wichtigste Firma neben der Prosavus AG, die Konzernmutter Future Business KGaA (FuBus) Insolvenz beantragt. Über Gewinnabführungsverträge war sie nicht nur mit ihrer Tochter der Infinus AG Ihr Kompetenz-Partner verbunden, 2012 folgten die Unternehmungen Brenneisen-Capital (Fondsspezialist) und Hans John Versicherungsmakler (Vermögensschadenshaftpflicht). Dieses Wachstum finanzierte die Future Business KGaA (FuBus) überwiegend durch ihr Hauptgeschäft, der Ausgabe von Orderschuldverschreibungen.

Fragen von Anlegern und Future Business Investoren

Im Zusammenhang mit dem INFINUS/ FuBus Unternehmensgeflecht erreicht uns von Betroffenen bevorzugt folgende Frage: Wird die Insolvenzmasse für jedes einzelne Unternehmen (also Mutter/Tochterunternehmen) bestimmt oder nur für die FuBus als sog. "Mutter"?
Grundsätzlich wird für jedes Unternehmen in der Insolvenz eine eigene Insolvenzmasse bestimmt und verteilt. Es kann also sein, dass Sie sich mit Ihrer Forderung bereits bei mehreren Insolvenzverwaltern melden können und sollten. Man darf auch nicht vergessen, dass darüber hinaus die weiteren Ansprüche auch noch gegen diverse Gegner geltend gemacht werden könnten und sollte hier nicht den Überblick verlieren.

KAP Rechtsanwälte auf der Gläubigerversammlung ...



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