Global Hyp AG Ankauf Lebensversicherung

Global Hyp AG
Mit Ankauf von Lebensversicherungen in Insolvenz

Global Hyp AG - mit Ankauf von Lebensversicherungen in Insolvenz

München, 09.01.2013; Ein großes Geschäft mit Lebensversicherungen sollte es sein. Nun ist die Global Hyp AG pleite und ein erster Berichtstermin steht bereits am 14.01.2013 an. Die geschädigten Kunden bangen um das ihnen versprochene Geld für verkauften Lebensversicherungen. Für viele ein finanzielles Desaster. Dabei hörte sich das Modell für Kunden doch vielversprechend an, schließlich ging es um sichere Zahlungen aus ihren Lebensversicherungen.

Geschäftsmodell der Global Hyp AG

Das Geschäftsmodell der Global Hyp AG bestand hauptsächlich darin, an Kunden heranzutreten, ihre bestehenden Lebensversicherungen aufzukaufen und diese zu verwerten. Im Gegenzug hierzu sollte den Kunden ein Kaufpreis für die Lebensversicherungen nach einem bestimmten Zahlungsplan in der Regel über 15 Jahre ausgezahlt werden. Der Clou für den Kunden als Verkäufer: der Kaufpreis sollte ein Vielfaches des Rückkaufswertes der Lebensversicherungen betragen.

Insolvenzverfahren

Nun wurde das Insolvenzverfahren mit Beschluss des Amtsgerichts München vom 02.11.2012 über das Vermögen der Global Hyp AG eröffnet. Insolvenzforderungen waren bis zum 05.12.2012 beim Insolvenzverwalter anzumelden. Zwar habe wir für die von uns vertretenen Geschädigten die Forderungsanmeldung bereits vorgenommen, allerdings kann eine Forderungsanmeldung bis zum Ende des Insolvenzverfahrens nachgeholt werden. Kunden der Global Hyp AG, die ihre Forderungen im Insolvenzverfahren noch nicht angemeldet haben, sollten dies daher möglichst schnell nachholen. 

Mit Beschluss zur Insolvenzeröffnung wurde als Berichtstermin der 14.01.2013 festgesetzt. An dieser Gläubigerversammlung ist bereits mit Beschlussfassungen zu rechnen, die für die Geschädigten massgeblich sein könnten. Vor allem wichtig, nimmt an der Versammlung kein Gläubiger teil, gilt die Zustimmung zu besonders bedeutsamen Rechtshandlungen des Insolvenzverwalters als erteilt.

Betroffene Geschädigte   

Betroffene Geschädigte müssen sich aber nicht mit den drohenden Verlusten abfinden.

Das Geschäftsmodell der Global Hyp AG wirft vielfach Fragen auf. Unklar ist zunächst, wie die Global Hyp die versprochenen Kaufpreise für die Lebensversicherungen erwirtschaften wollte, die um ein vielfaches höher waren als die Rückkaufswerte der verkauften Lebensversicherungen und wohin die Gelder investiert wurden. 

Im Rahmen unserer Beratung stellte sich heraus, dass unsere Mandanten regelmäßig nicht über die mit dem Anlagegeschäft verbundenen Risiken, insbesondere über einen etwaigen Totalverlust des Rückkaufswertes der Lebensversicherung aufgeklärt worden sind. Damit können auch Schadensersatzansprüchen gegen den Berater bzw. Vermittler des Anlagegeschäftes gegeben sein. 

Bemerkenswert und näher zu untersuchen bleibt, dass dies nicht die erste Insolvenz eines Unternehmens mit Jürgen Schulz als Vorstand ist. Bereits 2008 musste die Euro-Product-Services AG Insolvenz anmelden, für die Jürgen Schulz ebenfalls als Vorstand bis ein Jahr vor Insolvenzmeldung tätig war.



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