FuBus Future Business KGaA - aktuelle Rückforderungen

FuBus Future Business KGaA - aktuelle Rückforderungen

FuBus News 2017

22.11.2017 - Rückzahlungsforderungen des Insolvenzverwalters Future Business – was Anleger nun tun können

Rückzahlungsforderungen des Insolvenzverwalters der Future Business – was Anleger nun tun können

München, den 22.11.2017 – Immer mehr Anleger der „Future Business KGaA“ (FUBUS) erhalten Post von den Insolvenzverwaltern Dr. Kübler und Rechtsanwalt Scheffler: Anstelle der noch vor einiger Zeit angekündigten ersten Teil-Auszahlungen aus dem Insolvenzverfahren fordert der Insolvenzverwalter  nun die Rückzahlung von Ausschüttungen, die die FuBus Anleger aus ihrer Investition erhalten haben. Und auch gemeinsame Vertreter melden sich mit für die Anleger überraschenden Kostenrechnungen, die bezahlt werden sollen. Auch erste gerichtliche Mahnbescheide wurden beantragt.

Für betroffene Fubus-Anleger stellt sich nun die Frage, wie sie mit den Forderungen umgehen sollen. Wir raten unseren Mandanten dringend, vor einer Zahlung erst einmal zu überprüfen, ob die Forderungen auch gerechtfertigt sind, oder ob sich gegen diese gewehrt werden kann. Denn ist das Geld erst einmal gezahlt, ist ein Zurückholen oft sehr schwierig.

Aus unserer Sicht sind lange nicht alle in einem solchen Insolvenzverfahren gestellten Forderungen auch berechtigt. Bei Fonds (Anlagen in Form der GmbH & Co. KG) kann der Insolvenzverwalter etwa nach § 172 HGB erhaltene Ausschüttungen nur zurückfordern, so lange diese nicht aus Gewinnen der Gesellschaft erfolgt sind. Konnte der Anleger davon ausgehen, die Zahlungen erfolgten aus Gewinnen der Gesellschaft, kann er zumindest die Ausschüttungen behalten. Der Verlust ist auch dann noch groß genug. Bei den Anlageformen der Prosavus und der Future Business KGaA, bei welchen in Genussrechte investiert wurde, ist die Rechtslage noch komplexer.

Vorsicht ist im Zusammenhang mit den sog. gemeinsamen Vertretern geboten: Diese überraschen die Anleger nun „mit Anwaltsrechnungen“. Diese Forderungen sind jedoch lange nicht so sicher, wie dies die gemeinsamen Vertreter gerne darstellen. So wurde beispielsweise bei der Future Business durch den Insolvenzverwalter noch deutlich dargestellt, dass die Insolvenzschuldnerin, also die Future Business, für die Kosten des gemeinsamen Vertreters aufkommen würde. So sieht es auch das Schuldverschreibungsgesetz vor. 

Dass nun die einzelnen Anleger zur Kasse gebeten werden erscheint fraglich, insbesondere da der einzelne Anleger den Anwälten im Zweifel keinen Auftrag gegeben hat. Der Bundesgerichtshof hatte erst am 12.01.2017 in einem Urteil IX ZR 87/16 festgestellt, dass die Forderungen des gemeinsamen Vertreters nicht so einfach gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden können. Zu den möglichen Forderungen gegenüber einzelnen Anlegern hat sich der BGH auch klar positioniert: diese könnten nur dann geltend gemacht werden, wenn der gemeinsame Vertreter im Vorfeld darauf hingewiesen und seine Tätigkeit von einer Bezahlung durch die Anleger abhängig gemacht hätte. 

Future Business Anleger, die sich mit der Situation nicht abfinden wollen, sollten sich über ihre Möglichkeiten informieren. Wie sich aus der Vergangenheit gezeigt hat, führt ein „Stillhalten“ schlechtestenfalls dazu, dass die Forderungen auch noch gerichtlich geltend gemacht werden.

FuBus Gläubigerversammlung in Dresden - Mai 2014

Die erste Gläubigerversammlung der FuBus (Future Business KGaA) findet am 13.5.2014 in Dresdener Messe statt. Für Gläubiger von besonderem Interesse ist, ob die aus unserer Sicht fragwürdige und für die Anleger letzten Endes kostspielige Bestellung eines gemeinsamen Vertreters noch verhindert werden kann. Auch bei den weiteren Gesellschaften der Infinus-Gruppe, mit der FuBus als sog. Muttergesellschaft, beobachten Anleger und Investoren das weitere Geschehen mit großem Interesse. Gerade die Frage, wie die Vermögensschadenshaftpflichtversicherung der Infinus AG ausgestaltet ist und ob diese zumindest einen Teil der Schäden der Anleger tragen kann und wird, wird mit Spannung erwartet. Bisherige Meldungen sind zum Teil widersprüchlich und wenig verlässlich.

FuBus im Infinus Konzerngeflecht

Die FuBus (Future Business KGaA) als INFINUS-Konzernmutter und wichtigste Firma neben der Prosavus AG, geriet mit den vergangengen Insolvenzmeldungen zum Infinus-Konzerngeflecht in die Kritik. Ihr Geschäftsmodell finanzierte sich die FuBus überwiegend über ihr Hauptgeschäft, der Ausgabe und dem Vertrieb von sog. Ordnerschuldverschreibungen. Die größte Gläubigergruppe im FuBus-Verfahren sind demnach Ordnerschuldverschreibungsinhaber.

KAP Rechtsanwälte sind bei der FuBus-Gläubigerinformation am 13. Mai in Dresden für Sie vor Ort. Haben Sie Fragen, rufen Sie uns unter 089-41617275-0 an.



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