Eventus eG weiteres Vorgehen für Geschädigte

Eventus eG weiteres Vorgehen für Geschädigte

Eventus eG News

01.12.2017 - Ein Abwarten im Eventus Insolvenzverfahren ist aus unserer Sicht nicht anzuraten.

15.09.2017 - AG Stuttgart beschließt ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Zum Insolvenzverwalter wird Dr. Braun bestellt.

14.09.2017 - AG Stuttgart erlässt einstweilige Verfügung

Eventus Insolvenzverfahren - AG Stuttgart Beschluss vom 15.09.2017

Stuttgart 15.09.2017 - die Meldungen überschlagen sich für die Anleger der Eventus eG in Stuttgart. Noch vor Beginn der geplanten Generalversammlung am 16.09.2017 beantragt die Eventus eG selbst Insolvenz am Amtsgericht Stuttgart. Das Amtsgericht Stuttgart beschließt am 15.9.2017 mit Wirkung 10 Uhr ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Dr. Tabor Daniel Braun aus Stuttgart bestellt. Nach den Meldungen der Eventus eG im Vorfeld der Generalversammlung 2017 (wir haben umfangreich berichtet) gehen wir davon aus, dass die Insolvenz auch durchgeführt werden muss und eröffnet wird. Durch das jetzige vorläufige Insolvenzverfahren sind die Verschiebung von Vermögen - soweit überhaupt noch welches vorhanden ist - gestoppt.

Was müssen Anleger tun?

Damit sind die wohl schlimmsten Erwartungen der Anleger bereits eingetreten. In der Insolvenz können Sie zwar ihre Schäden anmelden, mit einer wesentlichen Rückzahlung ist nach den uns vorliegenden Informationen und Erfahrungen kaum zu rechnen. 

Ein Abwarten des Ausgangs des Eventus-Insolvenzverfahrens ist nicht anzuraten. Dieses dauert oft Jahre und eine nennenswerte Auszahlung ist unwahrscheinlich. Anleger sollte daher ihre weiteren Ansprüche prüfen lassen. Neben der Bündelung von Anlegerinteressen (kurz IG Eventus) kann auch ein gezieltes einzelnes Vorgehen der Geschädigten sinnvoll sein. Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Eventus eG Mitteilung lässt Befürchtungen der Anleger wachsen

Stuttgart/ München, den 30.08.2017 – Erst vor kurzem hatte die Eventus eG eine Pressemitteilung herausgegeben, die die Anleger nervös werden ließ. Nun folgen weitere Mitteilungen der Eventus Genossenschaft, die nicht unbedingt beruhigender klingen. Von "veruntreuten Geldern" ist in einer Mail des Vorstands Erwin Mailänder ebenso die Rede wir von „dubiosen Geschäften“ des Vorstandsvorsitzenden. Ob und wie viel Geld der Genossen noch vorhanden ist, kann die Genossenschaft selbst im Moment nicht sagen, auch ein Insolvenzantrag wird nach den Mitteilungen der Eventus eG geprüft. 

Die KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die mehrere der Eventus-Genossen vertritt, musste bei einer ersten Prüfung der Verkaufsunterlagen feststellen, dass diese Unterlagen die Anleger über einige wesentliche Punkte nicht aufklären. Insbesondere über die Vorgeschichte der Genossenschaft und persönliche Verflechtungen, die auf massive Interessenkonflikte führender Mitarbeiter der Eventus eG schließen lassen, schweigen die Verkaufsunterlagen.

Anlegern, die Ihre Anfrage an die KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH gerichtet haben, wurde die Anlage bei der Eventus eG durch Anlageberater, z.B. durch die Postbank Finanzberatung empfohlen, bei der Herr Marco Terracciano wohl zur damaligen Zeit noch tätig war. Sollte sich herausstellen, dass die Anleger hierbei nicht über alle Risiken und möglichen Interessenkonflikte aufgeklärt wurden, können die betroffenen Anleger Schadensersatz auch direkt gegenüber der Postbank Finanzberatung geltend machen, denn vor allem der Anlageberater ist zur Aufklärung über alle Risiken einer Anlage verpflichtet (z.B. BGH Urteil vom 13.01.2000 AZ 62/99).

Über Ansprüche und Möglichkeiten außerhalb des Vorgehens der Eventus eG, sollten sich betroffene Anleger selbst informieren und zügig handeln.

Eventus eG - in welcher Gefahr sind die Anlegergelder?

München / Stuttgart, den 24.08.2017 - Mit dem Slogan “Vertrauen durch Qualität” machte die Eventus eG (“DIE Wohnungsgenossenschaft”) Werbung um Anlegergelder, doch wie weit es mit dem Vertrauen ist, zeigt nun die aktuelle Pressemitteilung der Genossenschaft. Auf der Internetseite www.eventus-eg.de findet sich momentan ausschließlich eine Pressemitteilung der Gesellschaft. Der Inhalt: Es hätten sich Anhaltspunkte ergeben, dass sich der Vorstandsvorsitzende und die Aufsichtsratsvorsitzende “pflichtwidrig verhalten haben”. Es sei bereits ein Arrest erwirkt worden, um Vermögen zu sichern und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen sowie die Staatsanwaltschaft Stuttgart seien eingeschaltet worden. Kein gutes Zeichen für Anleger.

Die auf Anlegerschutz spezialisierte KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Stuttgart, München und Hamburg erläutert ihre Einschätzung:

Die Sicherung von Vermögenswerten durch Arrest ist rechtlich grundsätzlich dann möglich, wenn befürchtet werden muss, dass diese Vermögenswerte andernfalls zur Seite geschafft und dem Zugriff von Gläubigern entzogen werden. In der Regel sind hierfür deutliche Anhaltspunkte erforderlich, damit ein Gericht einem solchen Arrest statt gibt. Für die Anleger kein gutes Zeichen.

Das geplante Mitgliedskapital der Eventus eG lag laut Prospekt bei Euro 100 Mio. Der Vertrieb startete erst Mitte 2016. Dass nun schon die Pressemitteilung auf der Homepage präsentiert wird werten wir als äußerst schlechtes Zeichen. Das Versprechen “Ein Gewinn für alle”, das auf der ersten Seite des Anlageprospektes prangt, scheint sich in “ein Gewinn für Wenige” zu wandeln.

Eventus Anleger, die sich mit dieser Situation nicht abfinden wollen, sollten sich  über die Chancen und Möglichkeiten informieren. Neben einem möglichen (Mit-)Zugriff auf sichergestellte Vermögenswerte, können Ansprüche aus unserer Sicht auch wegen unzureichender Aufklärung über die Risiken der Anlage geltend gemacht werden, denn auch bei einer Genossenschaftsbeteiligung bestehen erhebliche Risiken für den Anleger. Wurde die Anlage trotzdem als sicher oder gar zur Altersvorsorge geeignet empfohlen, können hieraus Ansprüche hergeleitet werden.



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