Euro Grundinvest - Informationsveranstaltung 21.02.2017

Euro Grundinvest - Informationsveranstaltung 21.02.2017

21.02.17 Informationsveranstaltung Euro Grundinvest - Wenig Transparenz und enttäuschte Anleger

München, den 21.02.2017 - Als "Informationsveranstaltung" wurden die Anleger der Euro-Grundinvest* Fonds am 21.02.2017 nach München geladen. Eine Information über den aktuellen Stand der Fonds, eine Entscheidungshilfe für die Abstimmung im schriftlichen Verfahren, Transparenz und Offenheit wurden versprochen. Doch was die Anleger erwartete, war das genaue Gegenteil: Wenige, ausgesuchte Informationen, Auskünfte wenn überhaupt nur auf Nachfragen und mehr Verwirrung als Hilfe für die Anleger. 

Wie Sie sich nun dennoch geschickt und am Besten für Ihre Anlage verhalten, haben wir im aktuellen Newsletter an Mandanten und Anleger dargestellt.

Wir stellen Ihnen hier die Möglichkeiten zur Abstimmung im schriftlichen Umlaufverfahren im Folgenden dar:

Aus unserer Sicht wurde in der Informationsveranstaltung weder die versprochene Transparenz gewährt, noch ein tragfähiger Plan für die Zukunft dargestellt. Den Anlegern wurden lediglich die angeblich vorhandenen Vermögenswerte der Euro-Grundinvest-Gruppe präsentiert, nicht jedoch die laufenden Ausgaben und wie sich diese auf die künftigen Werte auswirken. Es wurde dargestellt, dass nach derzeitiger Schätzung die Immobilienwerte nach Verwertung bei etwa EUR 32 Mio. liegen sollen, die Verwertung wird nach Schätzungen 2020. Das meint aber nicht auf einen einzelnen Fonds, sondern verteilt auf alle Fonds der Euro Grundinvest*. 

Ein Plan, wie die bei einem Verkauf der Immobilien erzielten Werte auf die einzelnen Fonds* und Genussrechtsinhaber aufgeteilt werden, wurde auf unsere explizite Nachfrage nicht vorgestellt. Ein Plan zur Verteilung scheint nicht vorhanden zu sein oder wurde aus welchem Grund auch immer nicht präsentiert. Nimmt man dann die monatlichen Kosten der  Fonds, die mit Euro 150.000,00 angegeben wurden, haben wir große Zweifel daran, dass sich die Frage der Verteilung je stellen wird.

Hinsichtlich des Austausches der geschäftsführenden Gesellschaft ist das Vorgehen des Fonds ebenfalls ungewöhnlich: hier werden nicht mehrere Alternativen aufgezeigt und zur Wahl gestellt, sondern eine vorher von der Geschäftsführung des Fonds „ausgesuchte“ Gesellschaft des Aktionsbundes Aktiver Anlegerschutz wurde - offensichtlich nach vorherigen intensiven Abstimmungen - als praktisch einzige Wahlalternative vorgeschlagen. Dies wurde von vielen anwesenden Anlegern heftig kritisiert, da hierdurch eine gewisse Nähe zur aktuellen Geschäftsführung befürchtet wurde. Andere Alternativen, wie die Vorschläge des EuroGrundinvest Anleger eV wurden gar nicht erst zur Wahl gestellt. 

Dass keine übliche Abstimmung bei einer ordentlichen Gesellschafterversammlung abgehalten wurde, sondern im Rahmen des so genannten schriftlichen Umlaufverfahren abgestimmt werden soll, dient nach unserer Einschätzung vor allem dazu, die Anleger zu vereinzeln und gemeinsame Meinungsbildungen zu verhindern. 

Nachdem die Anleger in der letzten Gesellschafterversammlung durch große Mehrheiten die Abstimmungen in eine Richtung bringen konnten, die sich aus unserer Sicht zu Gunsten der Anleger bewegte, aber das Gegenteil dessen war, was die Fondsverantwortlichen und deren Berater haben wollten, wird nun versucht, die gleichen Punkte im Rahmen eines schriftlichen Beschlussverfahrens durchzubekommen. 

Transparenz und Entscheidungen im Interesse der Anleger sehen aus unserer Sicht anders aus. 

Daher ist es zumindest erforderlich den sehr erfreulichen Einsatz von Beiräten zu unterstützen. Auf diesen kann zwar auch nicht die ganze Verantwortung und Hoffnung liegen. Aber zumindest hoffen wir, dass dadurch mehr Transparenz geschaffen werden kann. Die zur Wahl gestellten Beiräte Wolfgang Schiller und Henning Kruse machten sich dafür stark, als gewählter Beirat Druck auf die Gesellschaft auszuüben, um mehrere Sonderkommissionen einzusetzen, die sich mit Fragen der internen Ansprüche auch gegen Funktionsträger beschäftigen soll und diese Ansprüche geltend machen. Aus unserer Sicht liegt darin die einzige Hoffnung, hier noch Vermögenswerte, auch von ggf. deutlich höherem Umfang als die reinen Immobilienwerte, einzusammeln. 

Aus unserer Sicht wichtig ist, dass die Anleger nachvollziehen könne, ob die Abstimmungen auch zu den tatsächlichen abgegebenen Stimmen passen.

Wir bitten daher: Überlassen Sie uns die Stimmzettel per Post, per Fax oder per Email an egi@kap-recht.de. Wir werden diese nicht ausfüllen, sondern bei uns registrieren und diese dann fristgerecht einreichen. Damit dies sichergestellt wird, bitten wir um Überlassung der von Ihnen ausgefüllten kompletten Stimmkarte bis FREITAG 24.02.2017. Nach Ablauf der Frist müssten Sie diese an die Gesellschaft selbst versenden und uns gern eine Kopie überlassen.

Dies alles ist sehr ungewöhnlich, dient aber dazu, für die Anleger überhaupt eine Kontrolle über zumindest einen Teil der abgegebenen Stimmen zu haben. Diese Sammlung, Verwaltung und Weiterleitung ist ohne Kosten für Sie.

Wir empfehlen unseren Mandanten bei der schriftlichen Abstimmung wie folgt abzustimmen:

Hinsichtlich der Änderung des so genannten Einstimmigkeitserfordernisses des Fonds EGI 17 (TOP 1) raten wir zur Zustimmung, um hier künftig die Möglichkeit zu haben, den Gesellschaftsvertrag künftig zu Gunsten der Anleger mit einer Mehrheit von 75% (statt bisher 100%) zu ändern.

Hinsichtlich der Einsetzung eines Beirates halten wir dies für eine gute Idee. Aus unserer Sicht haben sich die Kandidaten Herr Kruse und Herr Schiller überzeugend positioniert und Programme dargestellt, wie sie im Rahmen der Beiratstätigkeit zu Gunsten der Anleger wirken wollen. 

Bei den übrigen Punkten (Austausch der Komplementärin, Aufnahme einer neuen geschäftsführenden Komplementärin, Aufnahme einer weiteren Kommanditistin als Ersatz-Treuhandkommanditistin, Ermächtigung des Beirates und der Kommanditistin zur Änderung des Gesellschaftsvertrages und Änderung der Vergütungsvereinbarungen), raten wir mit "ich stimme nicht zu" zu stimmen. Voraussichtlich wird künftig eine weitere Gesellschafterversammlung einberufen, in der die Anleger dann tatsächlich über mehrere Alternativen für die Zukunft des Fonds abstimmen können.

Anleger sollten sich auch über die Möglichkeiten eines Vorgehens neben den Gesellschafterversammlungen und der Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber sonstigen Verantwortlichen und Hintermännern machen. Für unsere Mandanten konnten wir bereits entsprechende Urteile z.B. gegen Malte Hartwieg erreichen, um damit auf die von der Staatsanwaltschaft sichergestellten Vermögenswerte zugreifen zu können. Hier liegen wohl auch eine Vielzahl von Vermögenswerten außerhalb der Sicherstellungen der Staatsanwaltschaft vor. Hier recherchieren wir weiter. Aber auch dieses Vermögen wird irgendwann aufgebraucht sein.

*) Betroffen sind die Fonds Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG, Euro Grundinvest Deutschland 17 GmbH & Co. KG, Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co. KG und Euro Grundinvest Deutschland 20 GmbH & Co. KG

Informationsveranstaltung am 21.02.2017

München, den 27.01.2017 – Die Euro Grundinvest Fonds haben die Gesellschafter erneut angeschrieben und zur Informationsveranstaltung am 21.02.2017 eingeladen. Die Einladung liest sich, als würden die Gesellschaften erneut versuchen, ihren Anlegern den "Sanierungsplan" vorschlagen zu wollen, über welchen bereits  in der letzten Gesellschafterversammlung abgestimmt werden sollte. 

Wie bereits in der letzten Versammlung festgestellt fehlt dem Plan aus unserer Sicht die Substanz und ein konkreter Überblick, was mit welchen Werten wann gemacht werden soll und wie sich der Plan zu Gunsten der Anleger auswirken soll.

Dabei sollen die Gesellschafterversammlungen nicht wie beim letzten Mal als Präsenzveranstaltungen nach der Informationsveranstaltung abgehalten werden, sondern im schriftlichen Umlaufverfahren. Dies angeblich um lange Wartezeiten zu vermeiden. Tatsächlich befürchten wir, dass diese Konstellation dazu dienen soll, den Gesellschaftern kritische Fragen in der Gesellschafterversammlung abzuschneiden und eine darauf basierende gemeinsame Entscheidungsfindung zu verhindern.

Wir werden an der Informationsveranstaltung für unsere Mandanten teilnehmen und darüber berichten. Gesellschafter der EGI sollten sich vor einer Abstimmung im schriftlichen Verfahren sehr genau darüber informieren, worüber sie abstimmen und nicht blind den Empfehlungen der Fonds vertrauen. 

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung werden wir auf unserer Homepage unseren Bericht veröffentlichen und unsere Mandanten direkt informieren. Wichtig ist für die Anleger aber insbesondere im schriftlichen Umlaufverfahren abzustimmen und dort die Stimme wahrzunehmen. Dies hat unmittelbare Auswirkung auf ihre Beteiligung. Wir werden mit unseren Mandanten die Stimmabgabe absprechen und für diese auch abgeben.

Euro Grundinvest / EGI-Fonds - Post für Anleger 23.12.2016

München, den 08.01.2017 - Zwischen den Jahren hätten sich die Gesellschafter der Euro-Grundinvest-Fonds sicher schönere Post gewünscht, als die aktuelle Ankündigung von Ihrem Fonds, mit dem diese eine erneute Informations- und Gesellschafterversammlung ankündigen. Betroffen sind die Fonds Euro Grundinvest 15, 17, 18 und 20*.

Wenn man sich das auf den 23.12.2016 datierte Schreiben genauer besieht, muss man leider feststellen, dass sich für die Anleger kaum etwas seit der letzten Versammlung geändert hat. Noch immer ist aus unserer Sicht nicht klar, welche „Maßnahmen“ zur “Stabilisierung” denn konkret ergriffen werden sollen, um die Vermögenswerte der Fondsgesellschaften zu erhalten (und welche Vermögenswerte überhaupt vorhanden sind). Solange hierzu kein konkreter Plan vorgelegt wird, dessen Ansätze auch überprüfbar sind und solange uns die Geschäftsführung keine konkreten Auskünfte geben kann, empfehlen wir auch weiterhin, der „Sanierung“ zu widersprechen.

Auch wenn der scheidende Geschäftsführer Herr Donhuysen in dem Schreiben versucht gegen die Anwälte Stimmung zu machen: es dürfte jedem einleuchten, dass es im Sinne der Anleger ist, nicht einfach einem „Plan“ zuzustimmen, der aus unserer Sicht keine Substanz hat. Sofern der Geschäftsführer Herr Donhuysen in dem Schreiben behauptet, nach der letzten Gesellschafterversammlung mit Anlegervertretern gesprochen zu haben, können wir dies nicht bestätigen, obwohl wir auf der letzten Gesellschafterversammlung einen großen Teil der Anlegerstimmen vertreten haben, haben mit uns keine Gespräche oder auch nur eine Kontaktaufnahme stattgefunden.
 
Einzig die Ankündigung, einen neuen persönlich haftenden Gesellschafter in die Gesellschaft einbringen zu wollen um damit eine potentiell unbeschränkte Haftung der Anleger zu verhindern, ist aus unserer Sicht eine gute Nachricht. Sobald sich die Gesellschaft mit der Einladung und der Tagesordnung meldet, können weitere Entscheidungen hierzu getroffen werden.
 
Für unsere Mandanten haben wir in der Zwischenzeit nach Wegen abseits des Vorgehens gegen die Gesellschaft gesucht und bereits in diversen Fällen erfolgreich so genannte einstweilige Verfügungen gegen Herrn Malte Hartwieg erwirken und haben auch diverse Klagen im Zusammenhang mit der EGI-Thematik eingereicht.
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*offizielle Firmierung: Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG, Euro Grundinvest Deutschland 17 GmbH & Co. KG, Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co. KG und Euro Grundinvest Deutschland 20 GmbH & Co. KG



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Euro Grundinvest - Informationsveranstaltung 21.02.2017.


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