Mercedes Urteile gegen Daimler

Mercedes Urteile gegen Daimler

Mercedes Urteile gegen Daimler

In der Diesel Abgasaffäre konnten KAP Rechtsanwälte eines der bundesweit ersten Urteile gegen die Daimler AG erreichen. Dabei wurde die Daimler AG Anfang 2019 zur Rücknahme eines Diesel Mercedes C 220d gegen Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Im Mai 2019 hat nun das LG Stuttgart das nächste Sensations-Urteil gegen Daimler gesprochen.

Lesen Sie im folgenden Bericht, warum das Urteil ein weiterer Meilenstein für geschädigte Daimler Kunden ist und warum es weit über den Einzelfall hinaus wirkt.

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Landgericht Stuttgart: Sittenwidrige Schädigung der Daimler AG durch Täuschung des Kraftfahrtbundesamt (KBA) im Diesel-Skandal

München / Stuttgart, den 22.05.2019 – In den von uns geführten Verfahren verfestigt sich die Rechtsprechung zu Gunsten von betroffenen Diesel-Fahrern der Daimler AG. Das Landgericht Stuttgart hat nun das nächste Sensations-Urteil gegen Daimler gesprochen: Nach Ansicht des Landgerichts hat die Daimler AG durch die Verwendung von so genannten „Thermofenstern“ nicht nur die Kunden, sondern auch das Kraftfahrtbundesamt getäuscht. Die Folge ist ein weitreichender Schadensersatzanspruch der Kunden.

Das Landgericht Stuttgart macht seinem Urteil gegen Daimler deutlich:

„Vorliegend ergibt sich die Sittenwidrigkeit des Handelns aus dem nach Ausmaß und Vorgehen besonders verwerflichen Charakter der Täuschung von Kunden, unter Ausnutzung des Vertrauens der Käufer in eine öffentliche Institution, nämlich das KBA. welches von der Beklagten ebenfalls durch nicht Offenlegung der unzulässigen Abschalteinrichtung getäuscht wurde und unter Inkaufnahme nicht nur der Schädigung der Käufer, sondern auch der Umwelt…“ 

Hintergrund war, dass die Daimler AG versucht hat, das Gericht mit der Vorlage einer weitgehend geschwärzten Anlage zu überzeugen, dass die hier streitige Funktionsweise des Motors dem Kraftfahrtbundesamt bekannt war. Das Gericht sieht aber gerade das Gegenteil als nachgewiesen an. Das KBA sei, so das Gericht, durch die Anmeldung nicht „in die Lage versetzt [worden], die Zulässigkeit der Abschalteinrichtung im streitgegenständlichen Fahrzeug umfassend zu prüfen“.
 
Das Urteil ist ein weiterer Meilenstein für geschädigte Daimler Kunden, denn es wirkt weit über den Einzelfall hinaus. Die beanstandete Funktion dürfte sich nach unserem Dafürhalten in praktisch jedem Mercedes-Benz der letzten rund 10 Jahre finden.
 

Daimler Urteil Stuttgart: RA Thorsten Krause erläutert

Unser Diesel-Urteil LG Stuttgart Az 23 O 180/18 im Detail

Landgericht Stuttgart verurteilt Daimler AG zum Schadensersatz

München, Stuttgart den 17.1.2019 – Es sind hervorragende Nachrichten für in der Diesel-Affäre betroffene Mercedes-Benz Fahrer: das Landgericht Stuttgart hat die Daimler AG in ersten aufsehenerregenden Urteilen zur Leistung von Schadensersatz aus dem Verkauf von manipulierten Diesel–Fahrzeugen verurteilt. Über unser Sensationsurteil (Az 23 O 180/18) berichten u.a. Süddeutsche Zeitung, Tagesschau,Handelsblatt, Spiegel Online, n-tv und viele mehr.

Das Urteil des Landgerichts Stuttgart hat es in sich: Dreh- und Angelpunkt ist eine Funktion in der Abgasreinigung, das so genannte “Thermofenster”. In Dutzenden von uns geführten Verfahren hat Daimler bereits zugegeben, dass diese Funktion in praktisch jedem Diesel der Marke vorliegt. Die Funktionsweise des “Thermofensters”: bei bestimmten Umgebungstemperaturen wird die Abgasreinigung anders angesteuert als bei anderen Temperaturen. Liefern diese Thermofenster z.B. unter den Bedingungen des sog. NEFZ-Tests ideale Abgaswerte und unter anderen Bedingungen nicht (also bei anderen Temperaturen als zwischen 20 und 30 °C), handelt es sich um eine Abschalteinrichtung, die auch nicht mit dem Argument des “Motorschutzes” gerechtfertigt werden kann.

Daimler wurde entsprechend zur Rücknahme des Fahrzeuges gegen Zahlung von Schadensersatz verurteilt. 

In dem von KAP Rechtsanwälte geführten Verfahren ging es um einen Mercedes Benz C 200 d T Modell. Die Klägerin hatte das Diesel-Fahrzeug mit Erstzulassung 2015 im Jahr 2017 gebraucht von einem freien Händler mit einem Kilometerstand von 27.875 km für Euro 27.990,00 gekauft. Das Fahrzeug hat die Schadstoffklasse EURO 6. Das Landgericht sieht nun (bei einem aktuellen Kilometerstand von 47.199 km) eine Schadensersatzforderung in Höhe von Euro 25.107,61 als gerechtfertigt an und hat diese der Klägerin zugesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von Mercedes Urteil partizipieren

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