DAB Bank AG Accessio Driver Bengsch, Urteil OLG München

DAB Bank AG/ Accessio AG
Weitere Erfolge für Accessio-Geschädigte

Weitere Erfolge für Accessio-Geschädigte - OLG München verurteilt DAB Bank erneut

München, den 14.04.2015 - In mehreren von uns vertretenen Verfahren hat das Oberlandesgericht München (kurz OLG München) die DAB Bank AG dazu verurteilt, den Anlegern den aus der Fehlberatung durch die Accessio AG (ehemals Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AG) entstandenen Schaden zu ersetzen. Die meisten von der Accessio vertriebenen "Wertpapiere", wie Inhaber-Teilschuldverschreibungen oder Genussscheine der HPE Hanseatic Private Equity, der Ponaxis AG, der Cargofresh AG, der Pongs & Zahn AG, der Konservenfabrik Zachow oder der Salvator Grundbesitz und der Südfinanz AG haben mittlerweile zu erheblichen Verlusten der Anleger geführt. Diese Verluste sind es, für die nach Ansicht des OLG München nun die DAB Bank unter bestimmten Voraussetzungen einzustehen hat. Und das OLG München fand hier mehr als deutliche Worte: Nachdem die DAB Bank AG Kenntnis von der systematischen Fehlberatung durch die Accessio AG gehabt hat bzw. deren Fehlberatung objektiv evident gewesen ist, wäre diese dazu verpflichtet gewesen, die gemeinsamen Kunden zu warnen. Nachdem sie dieser Warnpflicht nicht nachgekommen ist, haftet sie den Anlegern auf Schadensersatz. Die DAB Bank hat somit für die Beratungsfehler der Accessio AG einzustehen.

Urteile sind Meilenstein für betroffene Accessio-Anleger

Für Betroffene Accessio-Anleger sind die Urteile ein Meilenstein in der Durchsetzung ihrer Ansprüche. Nach dem durch uns erstrittenen Urteil des Bundesgerichtshofes (kurz BGH) vom 19.03.2013 in dem der BGH erstmals die grundsätzliche Möglichkeit der Haftung der Direktbank bestätigt hatte, setzt das Oberlandesgericht München, diese Rechtsprechung des BGH nach intensiver Beweisaufnahme in Urteile gegen die DAB Bank um.

Die überzeugende Begründung des OLG München stützt sich dabei nicht auf die individuelle Fehlberatung des einzelnen Anlegers, sondern auf die systematische Fehlberatung durch die Accessio AG, so dass diese Rechtsprechung im Grunde auf alle Fälle von Accessio-Geschädigten angewendet werden kann.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig, das Oberlandesgericht hat die Revision zugelassen, um diese zur Überprüfung an den BGH vorzulegen. Wir sind der Ansicht, dass die Urteile einer solchen Überprüfung standhalten werden, da die Begründung äußerst schlüssig argumentiert ist und sich im Wesentlichen an die Rechtsprechung des BGH hält.

Geschädigte Anleger sollten sich, um keine Fristen zu verpassen, über die Möglichkeiten des Vorgehens informieren.



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