Bonitätsanleihen - Geplantes Verbot gekippt

Bonitätsanleihen - Geplantes Verbot gekippt

Bonitätsanleihen

Geplantes Verbot von Bonitätsanleihen gekippt

München, 17.07.2017 - Bonitätsanleihen sind in aller Munde. Satte Gewinne versprachen die Bankberater den potentiellen Anlegern bei dieser Anlageform. Worum es sich bei Bonitätsanleihen handelt, was wirklich dahinter steckt und wie groß die Risiken sind, das wurde zumeist verschwiegen (siehe auch: Bonitätsanleihen nunmehr: "bonitätsabhängige Schuldverschreibungen"). Mit der Folge, dass die Anleger zum Teil immense finanzielle Verluste erlitten. 

Aufgrund dieser nahezu unüberschaubaren Risiken plante die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (kurz: BaFin) Mitte letzten Jahres sogar, den Vertrieb und Verkauf von Bonitätsanleihen für private Anleger zu verbieten. Um ein solches Verbot zu verhindern, hat sich die Finanzbranche, vertreten durch die Deutsche Kreditwirtschaft und den Deutsche Derivate Verband, im Dezember 2016 zu einer höheren Transparenz und zu mehr Anlegerschutz bei Emission und Vertrieb von Bonitätsanleihen verpflichtet.

Bonitätsanleihen BaFin

Daraufhin stellte die BaFin das Verbot zunächst zurück; noch bis Dezember 2017 will die BaFin überprüfen, ob die Selbstverpflichtung der Finanzbranche Privatanleger ausreichend schützt. Das Verbot von Bonitätsanleihen ist also noch nicht vom Tisch. 

Tatsächlich ist ein ausreichender Schutz durch die Selbstverpflichtung längst nicht gewährleistet. Denn auch weiterhin haben Banken Interesse daran, möglichst viele „bonitätsabhängige Anleihen“ zu verkaufen. Und auch weiterhin werden viele Berater ihr Möglichstes tun, um vorgegebene Verkaufszahlen zu erreichen.

Trotz der Selbstverpflichtung der Finanzbranche wird es weiterhin zu Fehlberatungen kommen – sei es durch die persönliche Beratung durch einen Anlageberater und/oder durch fehlerhafte Aufklärung aufgrund fehlerhafter Prospekte. Wurde der Anleger falsch beraten, bestehen gute Chancen auf Schadensersatzansprüche.

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