Nachwehen des Schweizer Franken Absturzes - Private CFD-Trader stehen vor enormen Schulden

Nachwehen des Schweizer Franken Absturzes - Private CFD-Trader stehen vor enormen Schulden

Die Nachwehen des Schweizer Franken Absturzes - Private CFD-Trader stehen vor enormen Schulden

Der 15. Januar 2015 war ein schwarzer Tag für viele private CFD-Trader. Innerhalb von Sekunden stürzte der Euro um bis dahin unglaubliche 30 Prozent zum Schweizer Franken (CHF) ab. Der Grund hierfür war, dass die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgab. Im Zuge dessen kam es zu einem Rekordtief von 0,84 Franken. Doch nun kommt es für die Trader noch schlimmer: die Banken fordern die zum Teil horrenden Verluste von den Tradern ein, teilweise in Existenz bedrohender Höhe.

CHF Stop Loss

Selbst der Kniff, der eigentlich vor solchen Schwankungen retten sollte, half kaum etwas. So erteilten Anleger als vermeintliche "Sicherheit" Stoppaufträge (Stop Loss). Die Idee dahinter: wenn der Kurs des Schweizer Franken (CHF) im Vergleich zum Euro unter ein bestimmtes Limit fällt, wird automatisch verkauft und der Verlust im dann überschaubaren Rahmen realisiert.

Was vielen Tradern bis zum  Absturz des Schweizer Franken Kurses nicht klar war: Die Stop-Loss Orders werden immer erst mit dem nächsten Kurs des Schweizer Franken ausgeführt. Verliert der Kurs so rapide an Wert wie am 15. Januar 2015 nutzen diese Sicherheitsmechanismen nichts.

Besonders hart trifft es die Trader, die mit hohen "Hebeln" gekauft haben. So wurde beispielsweise in einem Fall bei einem Einsatz von Euro 3.000 und einem durch Stop-Loss auf vermeintlich Euro 1.000 beschränkten Risiko durch einen hohen Hebel ein Verlust von Euro 280.000 ausgelöst, den die Bank nun von dem Trader/ Händler fordert.

Inhalt Stop-Loss-Vereinbarung

Im Falle einer Verletzung einer sog. Stop-Loss-Vereinbarung, muss der jeweilige Broker nachweisen, dass ihm die Ausführung zum vereinbarten Kurs nicht möglich war. Hierbei ist der Inhalt der Stop-Loss-Vereinbarung wichtig. Zum Schadensersatz verpflichtet ist der Broker, wenn es sich um einen garantierten "Stop-Loss" handelt. Dieser darf keinen Bezug auf die Marktvolatilität haben. Anders liegt der Fall, wenn in den Stop-Loss-Bedingungen auf den nächsten handelbaren Kurs abgestellt wird. Hierbei ist es denkbar, dass die Vereinbarung hinfällig ist und den Anleger eine Nachschusspflicht trifft.

Doch auch bei derartigen Stop-Loss Bedienungen sollten die Trader/Anleger nicht jeden von der Bank aufgerufenen Betrag sofort zahlen. Möglich ist hier z.B. Banken Schadensersatzansprüche entgegen zu halten, etwa wenn die Trader im Vorfeld nicht ausreichend über die Risiken der Geschäfte oder die Möglichkeit des extremen Verlustes bei verzögert auszuführenden Stop-Loss Bedingungen aufmerksam gemacht wurden. Auch muss man sich in vielen Fällen fragen, ob die Bank die Privatkunden überhaupt zu dieser Art des Tradings zulassen durfte und ob der Bank durch die grundsätzlich fiktiven Geschäfte überhaupt ein Schaden entstanden ist.

Betroffene Anleger sollten sich in jedem Fall von einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen.



Anfrage

Ich brauche Ihre Unterstützung. Bitte kontaktieren Sie mich ohne Anfall von Kosten.
Nachwehen des Schweizer Franken Absturzes - Private CFD-Trader stehen vor enormen Schulden.


War diese Seite für Sie hilfreich?
 
 
 
 
 
 
 
0 Bewertungen 0% 1 5 0  
Schnellanfrage