Geschädigte Anleger des mittlerweile insolventen Wertpapierhandelshauses Accessio haben eine "Sammelklage" gegen die DAB Bank eingereicht, Aletheia GbR

Geschädigte Anleger des mittlerweile insolventen Wertpapierhandelshauses Accessio haben eine "Sammelklage" gegen die DAB Bank eingereicht

Sammelklage gegen die DAB Bank auf den Weg gebracht

Dutzende geschädigte Anleger des mittlerweile insolventen Wertpapierhandelshauses Accessio haben in München eine gemeinsame "Sammelklage" gegen die DAB Bank eingereicht. Ziel der Klage ist es, den durch die Accessio verursachten Schaden durch die Bank ersetzt zu bekommen. Geltend gemacht werden über 1,5 Millionen Euro an Schadensersatzforderungen.

Die Klage mit dem Aktenzeichen 32 O 8875/11 des Landgerichts München I ist in vielerlei Hinsicht besonders: Klägerin ist die Aletheia GbR, ein Zusammenschluss von über drei Dutzend geschädigter Anleger des Wertpapierhandelshauses Accessio (ehemals Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AG), der den Namen der griechischen Göttin der Wahrheit trägt. Beeindruckend ist der schiere Umfang der Klage: neben rund 300 Seiten Klageschrift wurden bereits mit der Klage mehrere Leitz-Ordner an Beweismitteln vorgelegt.

Es gibt mehrere Ansatzpunkte, die gegen die DAB Bank angeführt werden. Einer der wesentlichsten ist, dass wir überzeugt sind, dass die Bank von den Hintergründen rund um die Accessio wusste und – da sie selbst durch die Vermittlung einiger zehntausender Depotkunden ebenfalls profitieren konnte – das System ‚Accessio’ zumindest billigte.

Ein Pressebericht bezeichnete die Accessio vor einiger Zeit einmal als ‚Staubsauger für Geld’. Besser kann man das System hinter der Accessio nicht beschreiben. Gelder von Anlegern wurden mit von vorne herein hochriskanten Wertpapieren eingesammelt, und in einem Konzern „nach oben durchgereicht“ worden, wo es von den Hintermännern abgeschöpft werden konnte. Die meisten der Emittenten von durch die Accessio verkauften Wertpapieren waren bei Ausgabe der Wertpapiere nach den Zahlen der Vorjahresbilanzen noch nicht einmal in der Lage, dauerhaft die vereinbarten Zinsen zu zahlen. Für die angeblich sicheren Rückzahlungen hätten diese Unternehmen astronomische und unrealistische Gewinne einfahren müssen.

Vor allem, da ein ehemaliger Prokurist der DAB Bank, der über lange Zeit gleichzeitig im Aufsichtsrat der Accessio tätig war, sowie weitere leitende Angestellte der Bank, im Verwaltungsrat des von der Accessio-nahen AXG Bank AG aufgelegten Investmentfonds Adviser II tätig waren, dürfte es für die Bank schwierig werden, sich gegen die Klage zu verteidigen. Auch der genannte Fonds investierte zu einem Großteil in Wertpapiere aus dem oben benannten Konzern.

Auch wenn es zu dieser Thematik noch für keine Seite zu einer endgültigen rechtskräftigen Entscheidung gekommen ist, sehen wir uns durch den Verlauf einiger Parallelverfahren vor dem Landgericht München I in unserer Ansicht bestätigt: Es gibt bereits richterliche Hinweise, die eine Haftung der DAB Bank als grundsätzlich in Betracht kommend bezeichnen. Auch das Oberlandesgericht München äußerte erst vor kurzem in einer Terminsladung, dass sich die DAB Bank nach seiner Ansicht nicht auf die Stellung als Depotbank zurückziehen können.

Die Kanzlei KAP Rechtsanwälte ist gerade dabei, eine weitere Sammelklage zu diesem Thema auf die Beine zu stellen. Wenn Sie wissen möchten, ob auch Ihr Fall für die Beteiligung an einer Sammelklage in Frage kommt, sprechen Sie uns einfach an.



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Sammelklage gegen DAB Bank AG eingereicht.

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