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VW: Manipulationen bei Abgastests - was VW-Aktionäre jetzt tun sollten

Manipulationen bei Abgastests - was Volkswagen-Aktionäre jetzt tun sollten

München, den 22.09.2015 - Das Eingeständnis des VW Konzerns bei Abgastests manipuliert zu haben, hat zu einem massiven Kurssturz bei VW Aktien geführt. Anleger fühlen sich massiv getäuscht und geschädigt und fragen sich nun, was sie unternehmen können, um den entstandenen Schaden auszugleichen. Aus juristischer Sicht sind Schadensersatzansprüche gegen die VW AG ein gangbarer Weg, um Verluste der Anleger auszugleichen.

Schaden & Ansprüche?

Aus unserer Sicht besteht auf verschiedenen juristischen Ebenen die Möglichkeit, den entstandenen Schaden abzuwenden. Ansprüche können sich hier unter anderem daraus ergeben, dass die Auslieferung eines manipulierten Motors unter der Bezeichnung “Clean Diesel” und die bewusste Täuschung amerikanischer Behörden die Grundlage für einen massiven Imageschaden der Marke Volkswagen in Amerika gelegt haben. Eine Werbung die zum Kauf der Aktien für viele Anleger beigetragen haben sollte und der sich natürlich auf den Wert des Konzerns und damit jeder einzelnen Aktie auswirkte. Dieser aus unserer Sicht nach den Ermittlungen zur Manipulation unproblematisch geltend zu machenden Schadensersatz auf Rückabwicklung kann, je nach Einkaufzeitpunkt der Aktie (zur Übersicht VW-Aktien) und Kurs, bereits vielen VW-Aktionären helfen.

Veröffentlichung einer Ad-Hoc Mitteilung?

Im späteren Verlauf wurden die Volkswagen Aktionäre auch über die eingeleiteten Ermittlungen der Behörden nicht informiert. Ein Ereignis dieses Ausmaßes hätte jedoch die Pflicht zur unverzüglichen Veröffentlichung einer Ad-Hoc Mitteilung ausgelöst. § 15 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) legt fest, dass Tatsachen, die den Börsenkurs der zugelassenen Wertpapiere eines Unternehmens erheblich beeinflussen können, unverzüglich zu veröffentlichen sind. Unterbleibt eine solche Mitteilung, ist das Unternehmen Schadensersatzpflichtig (§§ 37 b und 37 c WpHG). Hiervon umfasst sind auch Aktionäre, die vor der Kenntnis von den Manipulationen des VW Konzerns gekauft haben. Der Bundesgerichtshof sieht in derartigen unterlassenen Informationen eine massive Haftung der Aktiengesellschaften (BGH XI ZR 51/10).



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