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Fremdwährungsdarlehen - machen Anlegern zu schaffen

Fremdwährungsdarlehen - aktuelle Klagen und Aussichten

München, den 03.05.2017 - Uns erreichen stetig Anfragen geschädigter Anleger, die ihre Finanzierung als Fremdwährungsdarlehen in Schweizer Franken (CHF) oder Japanischen Yen (JPY) aufgenommen haben und nun vor der Frage stehen, wie sie das Darlehen, das sich durch den Wechselkurs sehr zum Nachteil der Darlehensnehmer entwickelt hat, jemals zurückzahlen sollen. 

Durch die massiven Kursschwankungen, gerade bei CHF-Darlehen, haben sich die Darlehen stark verteuert. So valutiert etwa ein Darlehensvertrag, der 2003 über Euro 420.000,00 abgeschlossen und in CHF vereinbart wurde, heute mit gut Euro 600.000,00. Von der “günstigen” Finanzierung, die vielen Darlehensnehmern versprochen wurde, ist nichts zu sehen. 

Für Mandanten, die sich mit dem enormen Währungsverlust nicht abfinden wollen, haben wir bereits eine Vielzahl von Klagen eingereicht. Insbesondere vertrieben wurden die Fremdwährungsdarlehen für deutsche Kunden von Raiffeisen-Banken (dann meist in Zusammenarbeit mit der DZ Bank), österreichischen Sparkassen (z.B. der Ersten Bank der oesterreichischen Sparkassen, dann meist in Zusammenarbeit mit der “S-Immofin” und oftmals deutschen Vermittlern), oder der Bank Austria. Die KAP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat gegen diese Banken für ihre Mandanten jeweils Klagen eingereicht.

Ziel unserer Mandanten ist es so gestellt zu werden, als hätten sie das Fremdwährungsdarlehen nicht abgeschlossen. Dies kann zum einen über einen (rechtzeitig erklärten) Widerruf erreicht werden, zum anderen wurde vielen Darlehensnehmern das Risiko der Fremdwährungsfinanzierung bei Abschluss nach unserer Erkenntnis nicht ausreichend deutlich vor Augen geführt. Nach Entscheidungen des BGH (Az BGH V ZR 72/11), ist bei derartigen Geschäften über das Risiko aufzuklären. Der EuGH hat in einem Fremdwährungsdarlehen entschieden, dass dem Verbraucher die Folgen und Risiken einer Fremdwährungsfinanzierung klar und verständlich dargestellt werden müssen (EUGH C 26/13) und auch der österreichische oberste Gerichtshof OGH entschied in einem Fremdwährungsfall zu Gunsten der Anleger und urteilte, dass den Anlegern die Risiken einer spekulativen Fremdwährungsfinanzierung deutlich gemacht werden müssten (OGH 8OB66/12g). 

Das Risiko des Schweizer Franken – Fremdwährungsdarlehen machen Anlegern zu schaffen

In seinem heutigen Special "Partner für den Mittelstand" (Stand: 25.2.2015) – berichtet das Handelsblatt über die Misere, in der sich viele Unternehmer und private Anleger derzeit befinden: Fremdwährungsdarlehen in Schweizer Franken (CHF), die noch vor einigen Jahren eine gute Idee zu sein schienen, haben sich inzwischen zu einem massiven Problem für die Anleger entwickelt, wie wir bereits berichteten. Die Kreditnehmer sehen sich jetzt hohen Schulden ausgesetzt.

Erfahrung mit Fremdwährungsdarlehen

Unsere Erfahrung mit derartigen Fremdwährungsdarlehen zeigt, dass es für Anleger diverse Möglichkeiten gibt, den entstandenen Schaden zu reduzieren oder im besten Fall ganz entfallen zu lassen. Neben der Möglichkeit, die Darlehen auf fehlerhafte Widerrufsbelehrungen hin zu überprüfen, gibt auch ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofes den Anlegern die Möglichkeit, das Fremdwährungsrisiko auf die Bank zu übertragen und "nur" noch den ursprünglich aufgenommenen Euro-Betrag zu schulden. Die zwischenzeitlich erfolgten Zins- und Tilgungsleistungen wären hierauf selbstverständlich anzurechnen. Voraussetzung ist, dass dem Anleger die Risiken der Fremdwährungsfinanzierung nicht ausreichend deutlich im Vertrag dargestellt wurden, was in den uns vorliegenden Fällen praktisch nie der Fall war.

Wirksamer Widerruf?

Noch weiter geht die Folge eines wirksamen Widerrufes. Hier kann neben der Neuberechnung des Darlehens in Euro auch verlangt werden, dass die Bank dem Anleger die Nutzungen ersetzt, also das, was die Bank in der Vergangenheit mit den Zahlungen der Darlehensnehmer "verdient" hat. Hier entscheiden die Gerichte den Nutzungsersatz für den Anleger unterschiedlich: von einer Verzinsung in Höhe von 2,5% Punkten über dem Basiszinssatz über die Eigenkapitalrendite der Bank bis hin zur Verzinsung, die die Bank auf Kontoüberziehungen von ihren Kunden verlangt hat, sind bereits Urteile gesprochen worden.

Gleich über welche Methode und gleich ob außergerichtlich oder gerichtlich:

Anleger die ein Fremdwährungsdarlehen abgeschlossen haben, sollten sich über die Möglichkeiten informieren mit möglichst geringem Schaden aus dem Darlehen auszusteigen. Die aktuelle Niedrigzinsphase in Deutschland bietet hierbei einen weiteren Anreiz zur Umschuldung.



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