Alle Fonds der S&K Gruppe melden Insolvenz an

München 19.04.2013 - Nachdem die Staatsanwaltschaft im Februar 2013 in einer groß angelegten Razzia 130 Standorte der S & K Gruppe durchsucht und mehrere Personen festgenommen hatte, war es wohl abzusehen: alle 6 Fonds der S&K Gruppe melden Insolvenz an. Trotzdem ein großer Schock für die Anleger.

Bereits im März 2013 hatte die Hamburger United Investors Gruppe, wichtigster Partner der S & K Gruppe, insbesondere beim Vertrieb, Insolvenz beantragt. Das Fondshaus United Investors hatte unter anderem den Fonds „Deutsche S & K Sachwerte 2“ vertrieben, dessen Geschäftsmodell darin bestand, nicht direkt in Immobilien zu investieren, sondern ein Darlehen an ein S & K-Tochterunternehmen zu geben.

Aus unserer Sicht vermutet die Staatsanwaltschaft dahinter zu Recht ein sogenanntes Schneeballsystem, dass so aussieht, dass die Gelder der Anleger gar nicht investiert, sondern neue Einzahlungen der Anleger nur dazu genutzt werden, um die versprochenen Ausschüttungen an andere Anleger zu zahlen.

Laut dem „Manager Magazin“ hatten die Anleger insgesamt rund 105 Millionen Euro in die Fonds „Deutsche S&K Sachwerte“, „Deutsche S&K Sachwerte 2“, „Deutsche S&K Sachwerte 3“, „S&K Investment“, „S&K Investment Plan“ sowie „S&K Real Estate Value Added“ eingezahlt. Viel Geld, dessen Verschwinden neben der Staatsanwaltschaft auch die künftigen Insolvenzverwalter gegenüber den Geschädigten aufklären sollte.

S&K Fonds Insolvenz

Für die Anleger aus unserer Sicht ein weiter Weg wieder an ihr Geld zu gelangen. In der Insolvenz ist mit viel Rückzahlungen nicht zu rechnen. Bleibt für die Geschädigten, sich bei den verantwortlichen Personen und dessen Vermögen schadlos zu halten. Dass sich die S & K-Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller angeblich Boni in Millionenhöhe genehmigt haben, und einem eigenwilligen Lebensstil frönten, dürften die Anleger nicht vergessen haben.