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MS Deutschland Probleme - Traumschiff Anleihen?

Probleme bei MS Deutschland - Böses Erwachen für Traumschiff-Anleger

München, den 27.11.2014 - Was sollte schon schief gehen, wenn man in eines der berühmtesten Kreuzfahrtschiffe Deutschlands investiert? Als „MS Deutschland - Das Traumschiff“ wurde die Anlage im Prospekt beworben. Die aktuellen Nachrichten scheinen aus einer anderen Welt zu stammen: die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH zahlt keine Zinsen mehr und scheint finanziell in argen Schwierigkeiten. Sie lädt zur zweiten Gläubigerverasmmlung am 12.11.2014 nach München ein, um im Rahmen dieser Gläubigerversammlung einen gemeinsamen Vertreter zu wählen und die Anleger über Stundungen von Zinsansprüchen und einem Verzicht auf Kündigungsrechte abstimmen zu lassen.

MS Deutschland Anleihen

Die MS Deutschland hatte Anleihen in Form von so genannten Inhaber-Teilschuldverschreibungen im Gesamtwert von Euro 60 Mio. ausgegeben und versprochen, diese mit 6,875% zu verzinsen. Den Anlagen haben die WKN A1RE7V (ISIN DE000A1RE7V0). Nun sollen die fälligen Zinszahlungen erst einmal gestoppt und bis Mitte 2015 gestundet werden. Wie der weitere Sanierungsprozess aussehen soll, darüber schweigt die Gesellschaft bislang; sicher ist nach Medienberichten nur, dass eine Insolvenz in Eigenregie geplant sein soll. Anleger begeben sich mit der Stundung der Zahlungen und dem Verzicht auf die Kündigungsmöglichkeiten damit in eine ungewisse Zukunft, da noch nicht einmal absehbar ist, wie das Sanierungskonzept aussehen soll; denkbar wäre jedenfalls der Versuch eines so genannten “Schuldenschnittes” bei dem Gläubiger, vor allem die Anleger, auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten sollen.

Gläubigerversammlung

Nachdem die erste Gläubigerversammlung am 08.10.2014 nicht die erforderliche Beteiligung der Anleger erfahren hatte, wurde nun die zweite Gläubigerversammlung einberufen, die auch dann entscheidungsfähig sein wird, wenn lediglich 25% der Gläubiger anwesend sind. Höchste Zeit also, zu handeln. 

MS Deutschland Anleger, die sich mit dieser Situation nicht abfinden wollen, sollten sich über ihre Handlungsalternativen informieren und schnell (unbedingt noch vor der Gläubigerversammlung am 12.11.14) handeln, um Ansprüche zu schützen. Aus unserer Erfahrung in ähnlichen Angelegenheiten gibt es Möglichkeiten, sich von der Gläubigerversammlung abzusetzen und den vollen Anspruch aus den Anleihen zu erhalten, wenn rechtzeitig die richtigen Schritte eingeleitet werden. Entsprechende Urteile liegen gerade zur Überprüfung am Bundesgerichtshof (BGH).



Anfrage

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