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Onecoin Onelife - BaFin & Staatsanwaltschaft gehen gegen Kryptowährung vor

Onecoin und Onelife - BaFin und Staatsanwaltschaft gehen gegen angebliche Krypto-Währung vor

München, den 18.05.2017 - Satte Gewinne mit digitaler Währung, das waren die Vorstellungen der Anleger, die über 300 Millionen Euro in die digitale Währung Onecoin investierten und damit dem raketenartigen Erfolg der Kryptowährung Bitcoin nachfolgen wollten. Doch die nun ganz analog stattfindenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld lässt diese Träume wahrscheinlich schnell platzen. Nach Medienberichten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen sieben Verantwortliche aus dem OneCoin-Umfeld.

IMS International Marketing Services GmbH

Die Ermittlungen richten sich vor allem gegen die Firma IMS International Marketing Services GmbH, die die Überweisungen für OneCoin Ltd. abwickelte. Die OneCoin Ltd. hat ihren offiziellen Sitz in Dubai. Die Finanzmarktaufsicht BaFin hatte der IMS bereits im April 2017 die Konten gesperrt. Der Vorwurf damals: das Betreiben eines unerlaubten Finanztransfergeschäftes. Die Handelsplattform Xcoinx.com ist derzeit mit der Meldung “under maintainance” nicht erreichbar. Das Versprechen der jederzeitigen Handelbarkeit, das Onecoin unter ihrer Webseite noch immer abgibt, dürfte sich damit erledigt haben.

Das Versprechen hinter OneCoin klang zunächst spannend: es sollte eine einfach handelbare Kryptowährung sein, die sich für die Anleger einfacher verwalten lassen sollte als die Bitcoin-Währung. Dennoch würde sich auch Onecoin erheblich im Wert steigen und sich so satte Gewinne realisieren lassen. Problematisch war hierbei schon immer, dass es für OneCoin nur einen Marktplatz gegeben habe und sich daher die Wechselkurse nicht unabhängig entwickeln konnten, wie etwa bei den Bitcoins, die dezentral gehandelt werden. Auch die Akzeptanz der OneCoins ist bis heute umstritten.

OneCoin Netzwerk Onlife

Auch weitere Firmen aus dem Onecoin-Netzwerk stehen im Focus der Behörden. So haben auch die

  • OneCoin Ltd. (Dubai)
  • Onelife Network Ltd. (Belize) und die
  • One Network Services Ltd. (Bulgarien)

keine entsprechenden Lizenzen um Bankgeschäfte in Deutschland durchzuführen. Hierzu gehört auch der Handel mit Kryptowährungen und der Umtausch von “realem” in "virtuelles" Geld.

Möglichkeiten für Onecoin Anleger

Auf den eingefrorenen Konten sollen sich rund Euro 29 Mio. Anlegergelder befinden. Betroffene Onecoin-Investoren sollten sich schnellstmöglich über die Möglichkeiten des weiteren Vorgehens informieren, etwa über die Möglichkeit, auf diese sichergestellten Gelder zuzugreifen und den Schaden damit möglichst gering zu halten.



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