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CFD Binäre Optionen – massive Verlustrisiken für private Anleger

BaFin verbietet CFD (Contracts for Difference) – massive Verlustrisiken für Anleger

München, den 15.5.2017 – Wenn die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einschreitet, bedeutet das für Anleger meist nichts Gutes. Und meist sind schon massive Verluste für die Anleger entstanden, wenn ein Institut geschlossen oder ein Angebot untersagt wird. Doch mit dem künftigen Verbot von so genannten Differenzkontrakten (Contracts for Difference oder kurz CFD) ist die BaFin erstmals zum präventiven Schutz der Verbraucher und Anleger tätig geworden. Künftig wird der Handel mit derartigen Finanzinstrumenten an Privatkunden untersagt. Auch so genannte Binäre Optionen sind im Fokus der Aufsicht.

Bei den nun nicht mehr an Privatanleger zu verkaufenden CFDs mit Nachschusspflicht hatte die BaFin festgestellt, dass diese ein „unkalkulierbares Verlustrisiko“ für den Privaten Anleger enthalten, das schlimmstenfalls zum Verlust eines Vielfachen des eingesetzten Kapitals, bis zum gesamten Vermögen des Anlegers führen kann.

Contracts for Difference (CFDs) im Detail

Contracts for Difference (CFDs) sind so genannte Derivate, denen kein „echter“ Wert entgegensteht. Anders als z.B. beim Erwerb einer Aktie, einer Währung oder von Edelmetall, erwirbt der Anleger bei einem CFD nichts. Überspitzt gesagt „wetten“ Bank und Anleger auf die Entwicklung eines definierten Wertes (etwa einer Aktie, eines Wechselkurses oder eines Rohstoffes). Meist werden diese Investitionen auch noch “gehebelt” d.h. es wird unterstellt, dass der Anleger den Basiswert mit einem vielfachen des eingesetzten Kapitals kauft. Dadurch können Gewinne, aber auch Verluste erheblich multipliziert werden. Setzt etwa ein Anleger bei einem Einsatz von Euro 1.000,00 einen Hebel von 100 ein, wird so getan, als würde er z.B. eine bestimmte Aktie für Euro 100.000,00 kaufen. Macht diese in der definierten Zeit einen Kursverlust von z.B. 2 %, verliert der Anleger 2 % von 100.000,00, also Euro 2.000,00. Schon dieses einfache Beispiel zeigt, dass die Verlustrisiken bei CFDs für den Anleger unüberschaubar werden können und weit über das eingesetzte Kapital hinausgehen.

Binäre Optionen - im Focus

Auch die so genannten Binären Optionen stehen im Focus der BaFin. Bei Binären Optionen handelt es sich vereinfacht gesagt um die Wette, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmter Basiswert einen vereinbarten Wert erreicht.

Insbesondere da bei CFDs ein theoretisch unbegrenztes Nachschussrisiko bestehen kann, das über den Totalverlust des eingesetzten Geldes auch das gesamte Vermögen des Anlegers vernichten kann, wäre auch vor der Verfügung der BaFin eine entsprechende Belehrung und Prüfung durch die Bank erforderlich gewesen, um sicher zu stellen, dass der Anleger über das wirkliche Ausmaß seiner Investition informiert war.

Thema Nachschussrisiko

Insbesondere da bei CFDs ein theoretisch unbegrenztes Nachschussrisiko bestehen kann, das über den Totalverlust des eingesetzten Geldes auch das gesamte Vermögen des Anlegers vernichten kann, wäre auch vor der Verfügung der BaFin eine entsprechende Belehrung und Prüfung durch die Bank erforderlich gewesen, um sicher zu stellen, dass der Anleger über das wirkliche Ausmaß seiner Investition informiert war.

CFDs Comdirekt

Auf der Website der Comdirekt werden CFDs auch nach der Verfügung der BaFin noch als „transparentes Produkt“ beschrieben, das „mit geringem Kapitaleinsatz hohe Volumina“ handeln kann. Die Risiken treten in der Beschreibung deutlich zurück. “Auch in anderen Darstellungen von CFDs konnten wir feststellen, dass die Risiken bestenfalls verklausuliert dargestellt wurden und der Verbraucher nicht ausreichend auf die Möglichkeit des Verlustes seines kompletten Vermögens hingewiesen wird”, ergänzt der Anwalt. Und macht weiter deutlich: “Auch die so genannten binären Optionen sind nach unserer Sicht für Anleger kaum zu überblicken. Ein entsprechendes Verbot der BaFin würden wir sehr begrüßen”.

Möglichkeiten für Schadensersatz

Wurden Anleger bei der Beratung zum Kauf von CFDs und binären Optionen oder auch nur vor einer entsprechenden Zeichnung auf Online-Plattformen nicht ausreichend auf die massiven Risiken hingewiesen, besteht die Möglichkeit, Schadensersatz geltend zu machen und den eingetretenen Schaden rückabzuwickeln. Wir beraten Sie gern.



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