Accessio Wertpapierhandelshaus Driver Bengsch DAB Bank Sammelklage

Accessio Wertpapierhandelshaus AG
(früher Driver & Bengsch)
DAB Bank

Accessio Wertpapierhandelshaus AG

2005 wurde die Driver & Bengsch AG als Finanzholding gegründet. Diese erbrachte über mehrere Tochtergesellschaften verschiedene Finanzdienstleistungen. Die Kunden wurden über die Accessio Wertpapierhandelshaus AG (früher: Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AG) betreut.

Accessio AG

Das Geschäftsmodell der Kundenakquise der Accessio AG bestand aus augenscheinlich attraktiven Konditionen, die dazu führen sollten ein Tagesgeldkonto zu eröffnen. Hierbei war in den meisten Fällen die kontoführende Stelle die DAB Bank (nunmehr BNP Paribas). Kurz danach wurden die Anleger in der Regel telefonisch durch Berater der Accessio AG kontaktiert. Sie versprachen eine sichere Kapitalanlage bei gleichzeitig hoher Rendite. Dabei handelte es sich tatsächlich jedoch um hochspekulative und hochrisikobehaftete Unternehmensanleihen sowie Zertifikate. Die angebotenen Kapitalanlagen waren mit einer überdurchschnittlich hohen Verzinsung deklariert worden. Ebenso wenig fand eine Risikoaufklärung oder Offenlegung der gezahlten Innenprovisionen statt. Die Kunden erhielten auch keine Informationen zu den Verflechtungen, die zwischen der Muttergesellschaft Accessio AG und den vielen Unternehmen bestand, von denen Anleihen und/oder Zertifikate vermittelt wurden. So verkauften Driver & Bengsch, bzw. die spätere Accessio AG, an rund 48.000 Kunden diese zusätzlichen hochriskanten Wertpapiere. Bis 2007 wurden mit dieser Methode 834,075 Millionen Euro "eingesammelt".

Driver & Bengsch Gruppe

Ab 2008 geriet die Driver & Bengsch Gruppe vermehrt in die Schlagzeilen. So berichtete die Wirtschaftswoche von vielen Kunden, die sich betrogen fühlten. Anleger fühlten sich getäuscht, da sie hohe Verluste erlitten und klagten über mangelhafte Risiko-Aufklärung.

2009 reagierte dann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Diese entzog, u.a. auf Grund der aggressiven Platzierungsmethoden, die Erlaubnis zur Durchführung des Platzierungsgeschäfts und Finanzdienstleistungen. Das Verwaltungsgericht Frankfurt hatte diesen Entzug jedoch zunächst im Eilverfahren gestoppt.

2010 gab die Accessio dann die Erlaubnis "freiwillig" zurück und meldete am nächsten Tag Insolvenz an.

Der Itzehoer Finanzdienstleister Accessio hat im ersten Quartal 2010 hohe Verluste erlitten und wies einen Bilanzverlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals der Gesellschaft auf. Am 30.07.2010 eröffnete das Amtsgericht Itzehoe das Insolvenzverfahren. Die Accessio AG ging somit in die Insolvenz viele der Firmen, deren "Wertpapiere" hauptsächlich durch die Accessio verkauft wurden, folgten in den nächsten Jahren in die Insolvenz.

Driver & Bengsch AG Insolvenzverfahren eröffnet

Im September 2016 wurde über das Vermögen der Muttergesellschaft Driver & Bengsch AG das Insolvenzverfahren eröffnet. Es werden nun die Anleger von ihren depotführenden Banken – zumeist der DAB Bank AG (nunmehr BNP Paribas) – über die Insolvenz der Anlagegesellschaft informiert und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, eine Hinterlegungs- und Sperrbescheinigung zu beantragen. Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Christian Heim ... weiterlesen

Accessio AG (früher Driver & Bengsch)/ DAB Bank

KAP Rechtsanwalt Thorsten Krause macht bereits seit Jahren Ansprüche seiner Mandanten auch gegenüber der DAB Bank geltend, die als depotführende Bank eng mit der Accessio Wertpapierhandelshaus AG zusammengearbeitet hatte. Bislang versuchte sich die DAB Bank hier stets damit zu verteidigen, dass sie lediglich neutral die Wertpapierdepots zur Verfügung stellte.

Accessio | Diese Archiv-Berichte könnten Sie interessieren:



Anfrage

Ich brauche Ihre Unterstützung. Bitte kontaktieren Sie mich ohne Anfall von Kosten.
Accessio Wertpapierhandelshaus - DAB Bank Sammelklage.

Schnellanfrage